Das Zentrum von Rheinberg stärken

Das Zentrum Rheinbergs soll durch das integrierte Handlungskonzept gestärkt werden.
Das Zentrum Rheinbergs soll durch das integrierte Handlungskonzept gestärkt werden.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
„Die Innenstadt liegt den Menschen am Herzen“, ist das Fazit des 1. Beigeordneten Dieter Paus aus der Bürgerbeteiligung beim Handlungskonzept.

Rheinberg..  „Ich bin sehr zufrieden, das war eine sehr gute Veranstaltung“, freute sich Dieter Paus, der 1. Beigeordnete der Stadt, auch am Tag nach dem Projektmarkt zum Innenstadthandlungskonzept. Die Beteiligung sei sehr gut gewesen, die Palette der Mitmacher sehr breit – und „es gab auch welche, die man sonst nicht sieht“. All das zeige: „Die Innenstadt liegt den Menschen am Herzen.“

Im Vordergrund der Ideen und Vorschläge stand, nicht ganz unerwartet, der Handel und der Verkehr in der Innenstadt. Gewünscht wurde, so Paus, unter anderem eine einheitliche Gestaltung, eine ordentliche Beschilderung von Radwegen, historischen Stellen und Parkplätzen. „Natürlich ist die Nord-Süd-Querung mit der Rhein- und der Orsoyer Straße immer noch ein Thema. Gewünscht worden seien auch einheitliche Öffnungszeiten des Handels und mehr Gastronomie. „Das war eine breite Palette von 50, 60 durchaus unterschiedlichen Vorschlägen.“

Thorsten Schauz vom mit der Erstellung des Konzepts beauftragten Büro Schulten Stadt- und Raumentwicklung nannte detaillierte und neue Aspekte. Gewünscht wurde zum Beispiel betreutes Wohnen im Ortskern. Der Radverkehr sollte nicht nur wegen der Baustellen, sondern dauerhaft durch den Ortskern geleitet werden. Bei der Gestaltung des Marktplatzes sollte daran gedacht werden, dass Pflaster bei Menschen mit Beeinträchtigungen zu Problemen führen könnte. Zwingend erhalten werden müsse der Baum als lebendiges, zentrales Element des Platzes. Mehr Sitzmöglichkeiten, auch außerhalb der Gastronomie, wurden ebenso gewünscht wie Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche – nicht erst in den Abendstunden. Für sie könnte es ein selbstverwaltetes Café im Erdgeschoss des Alten Rathauses geben. Eventuell könnte der Marktplatz auf Platz 1 der Prioritätenliste rücken. Wie soll das Ganze – oder zumindest ein Teil davon – umgesetzt werden? Schauz: „Die Stadt muss sich finanziell beteiligen, zumindest was die reine Platzgestaltung angeht. Sonst funktioniert die Förderung nicht.“ Aber in einigen Bereichen sei es auch denkbar, dass Geld für Projekt- oder Quartierfonds auch von Privaten kommen könnte, zum Beispiel von der Werbegemeinschaft.