Das Silvesterkonzert in Xanten begeisterte die Besucher

Das Silvesterkonzert im Xantener Dom begeisterte die Besucher.
Das Silvesterkonzert im Xantener Dom begeisterte die Besucher.
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Was wir bereits wissen
Willem Winschuh als künstlerischer Leiter traf eine hervorragende Auswahl und setzte drei spannende Programmpunkte in Szene.

Xanten..  Sie strömten in Massen in den St.-Viktor-Dom in Xanten und letztendlich sollten auch alle, die zu später Stunde das Silvesterkonzert aufsuchten, belohnt werden. Die Organisatoren hatten nicht zu viel versprochen. Willem Winschuh traf als künstlerischer Leiter eine hervorragende Auswahl und setzte drei spannende Programmpunkte in Szene. Unter Federführung der TIX erwartete die Besucher ein unvergesslicher Konzertabend.

Prägende Zeichen

Schon zu Beginn setzte Winschuh mit der Kantate I und IV aus dem Weihnachtoratorium von Johann Sebastian Bach prägende Zeichen. Bachs Weihnachtoratorium, Gipfel der Epoche des Hochbarocks gilt bis heute als Inbegriff weihnachtlicher Kirchenmusik. Propst Klaus Wittke begrüßte die Konzertbesucher mit den besten Wünschen und Gottes Segen zum neuen Jahr, merkte aber gleichzeitig an, den Inhalt des Konzertes nachklingen zu lassen und mit dem Applaus bis zum Ende zu warten. So jubilierten die Sänger „Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage! Rühmet was heute der Höchste getan“, in einem atemberaubenden Auftakt.

Winschuh stand während des gesamten Konzertes in enger charismatischer Korrespondenz zu den Mitwirkenden. Diese waren vortrefflich aufgestellt. Ein stimmgewaltiger Chor begeisterte als hervorragendens Klangpolster. Die Solisten, allesamt eine erste Wahl, überzeugten durch Ausstrahlung, Stimmvolumen und überdurchschnittliche Ausführungen. Ein vortrefflich zusammengestelltes Orchester brachte wunderbare Klangfarben, setzte stimmige Akzente und zeichnete so einen abrundenden Unterstrich.

Mozart in seiner ganzen Feinheit verdeutlichte die Motette für Solo-Sopran und Orchester. Opernhafte, schon fast verspielte Züge verlangten der Sopranistin hier Höchstleitungen ab, die das Publikum letztendlich doch mit einem grandiosen Zwischenapplaus bewertete. In der Ausführung ein Brillant – eingefasst von zwei weiteren vortrefflichen Programmpunkten.

Glanzvolle Messe

Mit der Missa C-Dur „Krönungsmesse“ sollte es für das Auditorium so einen weiteren Höhepunkt zum Silvesterabend geben. Eine glanzvollen Messe zum Jahresabschluss sagt so viel aus. Mit dem Kyrie Gott um Erbarmen bitten, mit dem Gloria den Herrn loben und preisen, im Credo den Glauben bekennen, im „Gloria ejus“ Gottes Herrlichkeit beschreiben und mit dem Benedictus seinen Sohn lobpreisen. Im Schlusssatz, dem Agnus Dei wird letztendlich der Friede Gottes erbeten. Die Ausführenden gestalteten die Messe derartig hervorragend, dass letztendlich ein nicht enden wollender Schlussapplaus vom Publikum einsetzte und den Dom erfüllte. Bravo-Rufe wurden laut. Ein punktgenaues Orchester, der Chor mit gewaltigem Klangvolumen und solistischen Höhepunkten sowie stimmvollendete Solisten machten das diesjährige Silvesterkonzert zu einem absoluten Spitzenereignis zur Jahreswende. Ein durchweg begeistertes und gut eingestimmtes Publikum konnte von den Organisatoren in die Silvesternacht entlassen werden.