Das Leben Leisners

Xanten..  Zum 100. Geburtstag von Karl Leisner am 28. Februar bietet das Stiftsmuseum Xanten eine offene Gästeführung durch die aktuelle Karl-Leisner-Ausstellung an. Der Historiker Dr. Burkhardt Tutsch aus Münster führt exklusiv an diesem Tag um 11 Uhr durch die Sonderausstellung.

Tutsch hat die Texte und Bilder für die Ausstellung verfasst und konzipiert. Hier wird die persönliche Lebensgeschichte Leisners in den Zusammenhang der dramatischen deutschen Zeitgeschichte zwischen 1914 und 1945 gestellt. Historische Fotos illustrieren diese Ereignisse anschaulich. Persönliche Gegenstände aus dem Leben Leisners schaffen einen berührenden Zugang zu seiner Person. Sie stammen aus dem Besitz der Familienangehörigen Leisners und wurden teilweise unter kaum vorstellbaren Umständen im Konzentrationslager Dachau angefertigt. Die bisher nie ausgestellten Kasperlefiguren, die Karl Leisner und seinen Mitschüler anfertigten, stehen im Kontrast zum dramatischen Verlauf der Geschichte und gehören dennoch zur persönlichen Entwicklung Leisners. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos; der Museumseintritt beträgt vier Euro.

Am selben Tag, Samstag, 28. Februar, öffnet von 14 bis 16.30 Uhr der Lesesaal mit seiner modernen Handbibliothek für interessierte Bücherfans und Forscher. Die Kunsthistorikerin Christiane Peters steht persönlich für Fragen zur Verfügung; sie kennt den Gesamtbestand und informiert über die professionelle Titelsuche, auch vom heimischen Computer aus. „Dass hier so eine tolle Bibliothek versteckt ist, habe ich nicht erwartet!“, sagte eine Besucherin im letzten Monat. Doch die Handbibliothek im Lesesaal des Stiftsmuseums versteckt sich nicht; alle sind herzlich zur Benutzung eingeladen. Der Besuch ist kostenlos.

Druckfrische Gesamtausgabe

Fast die gesamte Literatur über Karl Leisner steht im Lesesaal zur Verfügung. Besonders umfangreich: die druckfrische Gesamtausgabe der Tagebücher und Schriften Leisners in fünf Bänden, herausgegeben von Hans-Karl Seeger und Gabriele Latzel.