Das Klassenziel erreicht
18.02.2011 | 16:17 Uhr 2011-02-18T16:17:00+0100
Rheinberg.Das Klassenziel ist erreicht. 152 Kinder wurden für die Gemeinschaftsschule Rheinberg angemeldet.
Voller Stolz konnte Realschulleiter Norbert Giesen, der zugleich auch Leiter des Anmeldeteams für die Gemeinschaftsschule ist, das Ergebnis der vier Anmeldetage für Rheinbergs Modellprojekt in Sachen Schule verkünden: Eltern von 152 Kindern schenken der neuen Schulform ihr Vertrauen. Das bedeutet, dass Rheinbergs Gemeinschaftsschule bislang sogar mit sieben Eingangsklassen im Sommer starten könnte. „Denn wir haben einige Anmeldungen, die von außerhalb kommen“, so Norbert Giesen. Zur Erinnerung: Die Gemeinschaftsschule dürfen nur Schüler aus Rheinberg besuchen.
Aber es gelte nun, den Einzelfall zu prüfen. Zum Beispiel gebe es Anmeldungen von außerhalb, die sonderpädagogischen Förderbedarf haben. „Und diese dürfen wir nicht nur, sondern wollen wir auch sehr gern aufnehmen“, so Giesen.
Sechs oder sieben
Eingangsklassen?
Sollte es aber so sein, dass der ein oder andere Fall negativ geprüft wird und nicht auf die Schule darf, wird die Schule nicht mit sieben, sondern mit sechs Eingangsklassen starten. „Was aber auch das von uns anvisierte Ergebnis wäre.“ Erfreulich für Giesen sei zudem, dass es insgesamt fünf Anmeldungen für Schüler gebe, die sonderpädagogischen Förderbedarf haben. „Denn eine unserer Eingangsklassen soll im Sommer als integrative Klasse starten.“
Bis es aber soweit ist, kommt noch allerlei Arbeit auf die Verantwortlichen zu. Denn in den nächsten zwei Wochen wird sich klären, mit wie vielen Eingangsklassen nun die Gemeinschaftsschule im Sommer ihren Betrieb aufnehmen wird. Am Dienstag wird Heinz Gniostko, von der NRW-Schulministerin mit der Begleitung des Schulversuchs beauftragt, als schulfachlicher Dezernent nach Rheinberg kommen. „Wir prüfen dann die Anmeldezahlen und die kritischen Fälle“, erklärt Giesen. Eltern sollten in den nächsten 14 Tagen also mit einem Bescheid rechnen können. Erste inhaltliche Planungen sollen ebenfalls anlaufen. Zum Beispiel, welche Kollegen von der Hauptschule und der Realschule nun an die Gemeinschaftsschule wechseln, oder auch welche Bewerbungen von außerhalb nun angenommen werden. Unter diesen ist zum Beispiel auch eine aus Barcelona.
Kommissarische Leitung
Sind die Planungen in punkto Schüler- und Klassenzahlen, als auch des neuen Kollegiums abgeschlossen, muss zudem noch eine kommissarische Schulleitung berufen. Sind die Personalfragen dann abgeschlossen, geht es darum, die Schule mit Inhaltlichem zu füllen. „Arbeitsgruppen der Fachbereiche werden dann gebildet, es wird über Lerninhalte diskutiert und Schulbücher ausgesucht“, so Giesen, der keinen Hehl daraus macht, dass in den kommenden Tagen und Wochen eine Menge Arbeit auf das Gründungskollegium der Gemeinschaftsschule zu kommt.
Ausruhen vor diesen ereignisreichen Wochen kann sich das Team um Norbert Giesen am Wochenende aber nicht. Heute geht es zum Bildungssymposium nach Essen. „Dort werden wir dann noch einmal unser Modell der Gemeinschaftsschule vorstellen.“
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