Das Dach von St. Peter Rheinberg wird saniert

Das Dach der katholischen Kirche St. Peter muss erneuert werden. Im Frühjahr 2016 sollen die Arbeiten beendet sein. Sie kosten ungefähr 1,3 Millionen Euro. Rund zehn Prozent davon trägt die Gemeinde.
Das Dach der katholischen Kirche St. Peter muss erneuert werden. Im Frühjahr 2016 sollen die Arbeiten beendet sein. Sie kosten ungefähr 1,3 Millionen Euro. Rund zehn Prozent davon trägt die Gemeinde.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Im Frühjahr 2016 sollen die Arbeiten beendet sein. Die Kosten, etwa 1,3 Millionen Euro trägt zum großen Teil das Bistum. Auch die Gemeinde zahlt einen Anteil.

Rheinberg..  Ungefähr 1,3 Millionen Euro: So viel Geld kostet die Dachsanierung der katholischen Kirche St. Peter. Im Frühjahr haben die Arbeiten begonnen, ein Jahr später sollen sie, so ist der Plan, beendet sein.

„Bei den regelmäßigen Begehungen der Kirche ist uns aufgefallen, dass einige der tragenden Dachbalken durch Feuchtigkeit morsch geworden sind und ersetzt werden müssen“, beschreibt Franz Falke, Kirchenvorstand der Gemeinde und Mitglied des Ausschusses für Bau, Betrieb und Instandhaltung, den Grund für die Sanierung. 2012 wurde ein Gutachten erstellt, das diese Maßnahme vorschlug, ein Statiker wurde eingeschaltet, es gab eine Ausschreibung, eine Kostenkalkulation.

Dann musste das bischöfliche Generalvikariat eingeschaltet werden. Heinz-Willi Coopmann, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands: „Dort wurde die Notwendigkeit der Sanierung anerkannt und es gab das Okay für die Maßnahme.“ Das ist eine wichtige Voraussetzung – schließlich übernimmt das Bistum den größten Teil der Kosten. „Die Gemeinde trägt rund zehn Prozent davon“, so Heinz-Willi Coopmann.

Die jetzt zu beseitigenden Schäden am Dach sind nicht etwa auf mangelhafte Bauausführung zurückzuführen. „So ein Dach hält etwa 60 Jahre – dann muss es erneuert werden“, weiß Falke, der sein Geld als Architekt verdient. „Ende der 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde der Dachstuhl zuletzt saniert, jetzt sind wieder Arbeiten fällig.“

Neben den morschen Balken werden das Schieferdach, die Verschalung und die Elektrik im Dachstuhl erneuert. Die Funktionsfähigkeit der Kirche ist nicht beeinträchtigt. Falke: „Während der wichtigsten Messen oder wenn Lärm besonders unerwünscht ist, zum Beispiel bei Beerdigungen, gibt es keine störenden Arbeiten. Dann wird etwas anderes gemacht. Gottesdienste können ganz normal stattfinden.“ Die Handwerker fingen gegen 7 oder 7.30 Uhr an und seien gegen 16.30 Uhr wieder weg.

Mit den Arbeiten beauftragt wurden viele Unternehmer aus der Region. Der Elektroinstallateur ist aus Rheinberg, Rohbau-, Zimmer-, Gerüstbauarbeiten und die Außenanlagen liegen in der Hand von Kamp-Lintforter Unternehmen, die Dachdeckerarbeiten erledigt ein Neukirchen-Vluyner Betrieb und zum Weseler Architekturbüro Eling gehört mit Holger Hölsken ein Rheinberger.

Natürlich wird bei der Sanierung nicht irgendein beliebiges, möglichst günstiges Material verwendet. „Man hätte das Dach auch mit Ziegeln decken können, dann wäre es billiger gewesen“, so Falke, der qua Amt und Beruf Vermittler zwischen Kirchenvorstand und Architekturbüro ist. „Aber man versucht natürlich, dem historischen Bauwerk gerecht zu werden. Im Grunde genommen ist das ja ein Baudenkmal.“ Also wird Schiefer verwendet.

Falke selbst ist sehr zufrieden mit seiner Aufgabe. „Beruflich hatte ich schon mit älteren Gebäuden zu tun, aber noch nie mit einer Kirche. Das ist sehr interessant – und ich bin mit Freude dabei.“