Damit sich alle bewegen können
06.05.2011 | 17:42 Uhr 2011-05-06T17:42:00+0200Rheinberg.Menschen mit Behinderung stehen fast tagtäglich vor Barrieren: Vor dem Theater ist eine Treppe, die Ampel hat kein akustisches Signal, der Weg in den Supermarkt führt leider durch ein Drehkreuz.
Situationen, die Monika Echstenkämper aus vielen Gesprächen kennt. Aber die nicht sein müssen, sagt Rheinbergs Behindertenbeauftragte. Hauseigentümer könnten etwas tun und würden dafür auch noch belohnt. Mit dem Signet „Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren“, das die Landesbehindertenbeauftragte 2010 ins Leben gerufen hat. Es ist, erklären Monika Echstenkämper und der zuständige Fachbereichsleiter im Rathaus, Frank Meyer, eine Auszeichnung für Einrichtungen wie Einzelhandelsunternehmen, Gastronomiebetriebe, Arztpraxen, öffentliche Einrichtungen und ähnliches, die Räume und Flächen barrierefrei gestaltet haben. Würden alle Kriterien erfüllt - die Prüfung übernehmen Stadt beziehungsweise Behindertenverband - komme das Signet deutlich sichtbar ans Gebäude.
Rheinberg will’s machen
Ziel sei, dieses Signet bis Jahresende in Rheinberg einzuführen. Aktuell werde der Kriterienkatalog beim Land überarbeitet. Sobald Düsseldorf grünes Licht gebe, werde der Startschuss auch in Rheinberg fallen. Was aber niemanden daran hindere, sich bereits jetzt Gedanken über die Möglichkeiten an seinem Gebäude, Büro, Praxis etc. zu machen und sich vielleicht schon einmal bei der Stadt zu melden. Die Stadt ist in der Vergangenheit schon mit gutem Beispiel voran gegangen. Damals wurde sie vom VdK fürs Konvikt ausgezeichnet.
Monika Echstenkämper hofft auf rege Beteiligung aus Rheinberg. Es sei auch verkehrt, die Problematik nur im Zusammenhang mit Menschen mit Behinderung zu sehen. Barrierefreiheit komme allen zugute. Schwangeren, Müttern mit Kinderwagen, älteren Menschen und, und, und.
0mitdiskutieren