Bürgerbus-Verein Rheinberg plant neues Streckennetz

Der Bürgerbus ist in Rheinberg unterwegs.
Der Bürgerbus ist in Rheinberg unterwegs.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das Genehmigungsverfahren bei der Bezirksregierung läuft. Vorsitzender zieht positive Bilanz

Rheinberg..  Im März fährt der Bürgerbus ein Jahr durch Rheinberg – gestern zog der Verein im Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss bereits eine positive Bilanz: Etwa 4 200 Bürger haben das Angebot bisher angenommen, das eine Ergänzung zum von der Niag abgedeckten Streckennetz in ganz Rheinberg bereitstellt.

Und das soll jetzt ausgebaut werden: Denn es gebe viele Nachfragen zu einer Anbindung nach Alpsray; bisher wird der Ortsteil nicht vom Bürgerbus angefahren. „Wir planen ab dem 1. April mit einer Änderung im Linienfahrplan“, sagt Karl-Heinz Lochen, Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins. Von Millingen soll es dann nicht wie bisher direkt in die Innenstadt, sondern über einen Abstecher erst nach Alpsray gehen.

„Das hätte allerdings zur Folge, dass zwei Haltestellen auf der Strecke – Alpener Straße und Steinfabrik – künftig nicht mehr angefahren werden, erklärt Lochen. Dafür sollen dann die Hesperstraße in Borth und eine Haltestelle auf der gegenüberliegenden Seite der Budberger Sparkasse (in der Nähe des Penny-Marktes) hinzu kommen.

Grundsätzlich soll der gesamte Fahrplan umgestellt werden, kündigt der Vorsitzende des Bürgerbus-Vereins an: „Es soll durchgängig mehr Fahrten aus dem Rheinberger Süden in den Norden und zurück geben.“ Das Pendeln zwischen Orsoy und Borth soll damit deutlich verstärkt werden. Ersetzt würden dadurch kurze, so genannte Schleifen, die heute etwa von der Kirche in Wallach zur Kirche in Borth führen.

Voraussetzung für alle geplanten Änderungen im Bürgerbus-Streckennetz sei allerdings, dass die Bezirksregierung in Düsseldorf, die für den öffentlichen Nahverkehr zu ständig ist, den Plänen zustimmt, betont der Vereinsvorsitzende. Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren, das zwischen vier und sechs Wochen dauert. „Ich wüsste aber keinen Grund, warum das gestoppt werden sollte“, gibt sich Karl-Heinz Lochen zuversichtlich.