Bönning-Rill hat doch einen neuen König

Die beiden Aspiranten - Wolfhard Höpfner (links) und Ludwig Henkel.
Die beiden Aspiranten - Wolfhard Höpfner (links) und Ludwig Henkel.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Zunächst trat nur der neue Schützenkönig Wolfhard I. zum Königsschießen an. Nach langer Diskussion meldete sich dann doch ein zweiter Aspirant und es gab einen spannenden Wettstreit

Alpen..  Beim Königsschießen der St. Heinrich Schützenbruderschaft Bönning-Rill traten zwei Schützen vor, um die Königswürde in Bönning-Rill zu erringen. Um 20.50 Uhr gelang Wolfhard Höpfner mit dem 55. Schuss der entscheidende Treffer. Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche begann am Samstag das Schützenfest. Danach ging von der Kirchen direkt ins Festzelt: Bei der Bönninger Schlagernacht wechselten sich die Live-Showband „Flamingos“ und DJ Enrico ab, mit dem Ziel, das Partyvolk auf die Tanzfläche zu locken.

Am Sonntag konnte Major Wilfried Altwasser über 80 Schützen zur Ausgabe der Schießnummern begrüßen. Danach machte man sich auf den Weg, um den scheidenden König Claus Bremer abzuholen. Die Schützen wurden vom Spielmannszug Menzelenerheide begleitet. Mit von der Partie war auch der Kinderthron um das Königspaar Philipp Hußmann und Cara Schenk. Angekommen an der Festwiese, richteten die Ehrengäste ein Grußwort an die Bruderschaft. Präses Dietmar Heshe, Bürgermeister Thomas Ahls sowie Ortsvorsteher Edgar Giesen wünschten ein gelungenes Schützenfest und „völ Glöck in de Kermes.“ Es folgte das Fahnenschwenken mit sieben Teilnehmern. Danach erhielten Florian Scheffers und Klaus Martin Heier Auszeichnungen für ihre langjährige Tätigkeit als Fahnenschwenker.

Beim Preisschießen sorgten der Spielmannszug Menzelenerheide sowie der Musikverein Menzelen für die musikalische Unterhaltung. Die 80 Schützen holten in drei Durchgängen die Preise von der Vogelstange. Die Preisträger: 1. Preis (Kopf) Martin Gebbeken, 2. Preis (Schwanz) Wolfhard Höpfner, 3. Preis (rechter Flügel) Werner Tast, 4. Preis (linker Flügel)Wolfhard Höpfner, 5. Preis (rechter Fuß)Claus Bremer, 6. Preis (linker Fuß)Edgar Giesen.

Weitere Preisträger waren: Andre Verhülsdonk, Aloys Emmerichs, Frank Brands, Günter Andres, Willi Költgen, Winfried Angenendt, Florian Scheffers, Ludwig Henkel, Fritz Willi Bocholz, Dietmar Heilen, Josef Gräven, Gerd Coenen, Jonas Schwaak, Edgar Sujatta, Alexander Cornelißen.

Nach der Preisverleihung sprach Major Wilfried Altwasser die Worte aus, auf die die Bruderschaft das ganze Jahr wartet: „Königsaspiranten, bitte vortreten!“ Es dauerte nicht lange, bis Wolfhard Höpfner unter dem Jubel der Schützen hervortrat. Aber dann passierte erst einmal nichts mehr. Brudermeister Andreas Költgen appellierte an die Schützen und wies darauf hin, dass der Königsaspirant alleine nicht schießen wolle. Als auch diese Worte nicht fruchteten, erklärte der Brudermeister, dass nach einer Pause ein weiteres Mal angetreten würde und „wenn sich auch dann kein weiterer Aspirant meldet, wird das Schießen abgebrochen und am nächsten Samstag „nur“ ein Schützenball gefeiert.“

Schließlich sprang Ludwig Henkel in die Bresche. Er war bereits 1988 und 1997 Schützenkönig und hatte jetzt als erster Schütze überhaupt die Gelegenheit, die inoffizielle Kaiserwürde zu erreichen. Er lieferte sich mit Wolfhard Höpfner einen spannenden Wettstreit. Mustergültig fiel der von Hans Heinrich Heilen gebaute Vogel Stück für Stück von der Stange. Zuletzt blieb ein schmaler „Propeller“, der sich mehrfach drehte, ehe Wolfhard Höpfner mit dem 55. Schuss der Siegtreffer gelang.

Bei der anschließenden Parade wurde der Claus Bremer mit dem Königsorden aus dem Amt verabschiedet. Er musste das Königssilber an den neuen König übergeben, der seine Ehefrau Sigi zu seiner Königin wählte. Am Samstag, 18. Juli, geht es um 15.30 Uhr mit dem Festumzug weiter. Um 17.30 Uhr folgt eine Parade mit Fahnenschwenken am Schützenhaus, um 19.30 Uhr beginnt der Krönungsball mit der Band „City Sound“ und den geladenen Gastvereinen.