Beim Rhododendron geht das Herz auf

Hendrik Bogie bei der Arbeit.
Hendrik Bogie bei der Arbeit.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Hendrik Bogie macht bei der Sonsbecker Firma Grütters seine Ausbildung zum Landschaftsgärtner

Sonsbeck/Alpen..  Die frische Luft mag er, die Vorliebe fürs Grünzeug liegt ihm im Blut: da kommt Hendrik Bogie ganz auf seinen Vater. Dieser führt bereits in der vierten Generation eine Zierpflanzenbau-Firma. Einer der Gründe, warum der 20-Jährige sich für eine Ausbildung zum Gärtner entschieden hat. „Ich wollte nicht den ganzen Tag im Büro sitzen“, begründet er seine Berufswahl.

Im September für NRW am Start

Seit 2013 macht der Alpener die Ausbildung bei der Firma Grütters in Sonsbeck und seine bisherige Arbeit trägt bereits Früchte: im April hat er den Landschaftsgärtner Cup NRW zusammen mit seinem Kollegen Martin Luyven gewonnen. Im September geht er für NRW an den Start, um sich beim Bundeswettbewerbs der Landschaftsgärtner-Auszubildenden im Rahmen der Bundesgartenschau Brandenburg durchzusetzen. Der angehende Landschaftsgärtner hat eine Vorliebe für Rhododendron, an dem man „zwei bis drei Monate Freude haben kann, wenn man verschiedene Sorten kombiniert“. Die blühen dann in verschiedenen Farbnuancen hintereinander.

Das „Spaßigste“ an der Ausbildung seien bautechnische Aufgaben, findet Hendrik Bogie. Deshalb ist er derzeit ganz in seinem Element. Gemeinsam mit seinem Kollegen Bernd Halswick gestaltet er nämlich den Garten einer Familie in Kevelaer. Da müssen Natursteineinfassungen gesetzt werden, um die Beete von der Wiese abzugrenzen, die Flächen eben gemacht, der Rollrasen ausgelegt und Grauwacke-Blöcke angeordnet werden. Das Ganze nimmt rund 1,5 Wochen Arbeitszeit in Anspruch. „Hier entsteht eine tiefergelegte Feuerstelle“, erklärt der junge Gärtner die runde Anordnung der großen Steinblöcke. Zum Glück kann er die über 100 Kilogramm schweren Klötze mit dem Bagger auf das Gelände fahren: „Das Bedienen von Erdbau-Maschinen gehört auch zur Ausbildung.“ Die Theorie dafür erlernt er – zeitgleich zu der praktischen Ausbildung bei Grütters – in der Berufsschule. Einen großen Teil davon macht die Pflanzenkunde aus. „Einmal mussten wir zum Beispiel 50 Blätter trocknen und dann alles über die Eigenschaften auswendig lernen“, berichtet er. Wenn er mit der Ausbildung fertig ist, möchte der ambitionierte Azubi irgendwann mal die Firma seines Vaters übernehmen.

Den Gärtner-Beruf legt er jungen Menschen ans Herz. „Allerdings sollte man „vorher schon mal eine Schippe in der Hand gehabt haben und handwerkliches Geschick mitbringen“. Auf den Wettkampf im September freut sich Hendrik schon: „Ich hab noch nie mitgemacht, deshalb weiß ich nicht, wie hoch der Qualitätsanspruch ist“. Gegen die zehn Teams aus den anderen Bundesländern will er sich aber durchsetzen: „Ich werde mich bemühen“, sagt er schmunzelnd. Im Herbst gehen bei der Firma Grütters wieder zwei Auszubildende an den Start. Insgesamt bildet die Firma dann wieder fünf junge Menschen als Landschaftsgärtner aus.