Beginn einer großen Freundschaft
25.09.2011 | 19:00 Uhr 2011-09-25T19:00:00+0200
Xanten.Die Städtepartnerschaft zwischen Beit Sahour und Xanten, die in den Herzen längst existiert, wurde nun im Ratssaal auch offiziell besiegelt. Mit Herzlichkeit und Hoffnung auf Frieden.
Vorsichtig nimmt ein junges Mädchen einem kleinen Mädchen das weiße Hütchen vom Kopf und legt ihr ein Kopftuch um. Sanft wischt sie der kleinen eine Haarsträhne aus dem Gesicht und beide lachen zufrieden. Keine besondere Szenerie, lediglich das die beiden eine große Sprachbarriere trennt. Und ihre beider Heimatorte liegen viele tausend Kilometer auseinander.
Während die „Offiziellen“ im Ratsaal Xanten die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zur längst emotional besiegelten Freundschaft zwischen Beit Sahour und der Domstadt Xanten beschlossen, wurden in der vorher beschriebenen Szene erste Bande zu einer vielleicht großen Freundschaft geknüpft. Das größere der beiden Mädchen gehörte zur Tanzgruppe aus der Partnerstadt in Palästina. Das Tuch, ein traditionelles Palästinensertuch. Die Geste des Mädchens liebevoll, mit Vertrauen und ohne Berührungsängste. Wo Bürgermeister der Partnerstädte, Mitarbeiter von Arbeitskreisen und Vorsitzende des Partnerschaftsvereines lange Reden hielten, brauchten Kinder weder Sprache noch offizielle Einladungen. Mit dem Blick in die Zukunft gerichtet, könnte diese vorbehaltlose Spontaneität zweier Kinder ein gutes Beispiel für das Fundament einer funktionierenden Partnerschaft sein.
Brillante
Zeichensetzung
Eine schlichtweg brillante Zeichensetzung ist, das seit rund einem Jahr Austauschschüler die Domstadt besuchen. „Großen Dank bringen wir hier den Lehrern und Schülern des Stiftsgymnasiums entgegen.“ Strunk dankte dem Direktor des Gymnasiums Franz Josef Klaßen. Das Gymnasium ist Partnerschule der Evangelical Lutheran School in Beit Sahour.
Die Gründungsurkunde wurde ebenfalls am Samstag unterschrieben. Im Ratssaal wurde das offiziell gemacht was in vielen Jahren Vorarbeit durch Kontakte des Bürgermeisters Christian Strunk, des Städtepartnerschaftsverein der Stadt Xanten und des Arbeitskreises Kommunale Partnerschaft Palästina-Xanten-Israel fruchtete. „Die Städtepartnerschaft zwischen Beit-Sahour und Xanten wird heute offiziell besiegelt. Ein Zeichen hierfür ist nicht nur die Urkunde für die Städtepartnerschaft, sonder auch eine Beit Sahour Straße, die es in Zukunft im Lüttinger Feld geben wird“, so der Bürgermeister. Man sei bei Reisen in die palästinensische Stadt positiv überrascht gewesen. „Fernsehen ist einfach anders“, fügte Christian Strunk hinzu und bestätigte damit das, was auch die Vorsitzenden der anderen Gremien aus Xanten bei einem Besuch dort erleben durften – Herzlichkeit und Hoffnung auf Frieden. Diese Hoffnung unterstrich auch die Rede des Bürgermeisters aus Beit Sahour, Hani Al-Hayek. Weitere Grußworte an die Abordnung aus Palästina richteten Eberhard Ritter als Vorsitzender des Städtepartenerschaftsvereins, Carl Dieter Hinnenberg als Vorsitzender des Arbeitskreises und Hani Odeh als Vertreter des Städtepartnerschaftsvereins Beit Sahour–Xanten. Im Rahmenprogramm gab es stimmungsvolle Tänze von der Folkloregruppe „Baquon“ aus Beit Sahour. Musikalische begleitet wurde die Veranstaltung von Musikern der Dommusikschule Xanten unter der Leitung von Thomas Brezinka.
11:55
Ach Xanten!
Kein Wort zu Israel?
Kein Gast aus Israel?
Shalom!