Bald nur noch drei Sportplätze in Rheinberg

Der Sportplatz an der Xantener Straße (hier ein Streetballturnier der Hauptschule und Realschule) wird als einer von drei Sportplätzen in Rheinberg erhalten bleiben.
Der Sportplatz an der Xantener Straße (hier ein Streetballturnier der Hauptschule und Realschule) wird als einer von drei Sportplätzen in Rheinberg erhalten bleiben.
Foto: Waz FotoPool
Was wir bereits wissen
Das „Eckpunktepapier zur künftigen Entwicklung der Rheinberger Außensportanlagen“ soll für Einsparungen sorgen.

Rheinberg..  Da waren es nur noch drei: Weil gespart werden muss, wird es in Zukunft nur noch drei von der Stadt betrieben beziehungsweise geförderte Sportanlagen in Rheinberg geben. Mittelfristig, so steht es im „Eckpunktepapier zur künftigen Entwicklung der Rheinberger Außensportanlagen“, bleiben die Plätze Borth, Budberg und die an der Xantener Straße erhalten.

Über die Art und Weise des Umgangs mit der Reduzierung der Plätze (auf der Strecke bleiben die Stadtteile Millingen, Ossenberg und Orsoy) gab es im Sportausschuss einen langwierigen Streit. Peter Mokros und Dietmar Heyde (beide Grüne) warben vehement dafür, dass die Sportvereine erst über die Absichten des Papiers informiert werden und Gehör finden sollen, bevor es zu einem Beschluss komme, Bürgermeister Hans-Theo Mennicken dagegen mindestens genauso vehement für seine Position, dass zum einen die Sportvereine über den Stadtsportverband und die AG Sport eingebunden seien, zum anderen es sich zwar in der Verwaltungsvorlage um eine Beschlussempfehlung, sondern lediglich um eine zustimmende Kenntnisnahme durch den Ausschuss handele.

Allerdings störten sich auch andere Ausschussmitglieder an dem Wörtchen „zustimmend“. Es wurde hinterher gestrichen – ebenso wie die Formulierung, dass die „übrigen Anlagen geschlossen werden“ ab dem Zeitpunkt, ab dem eine Mitnutzung beziehungsweise gemeinsame Nutzung anderer Anlagen für die Vereine möglich sei, die von der auslaufenden Unterstützung in Millingen, Ossenberg und Orsoy betroffen seien.

Selbst nach dieser Änderung stimmten die Grünen gegen das Papier und dessen Kenntnisnahme – trotz der Tatsache, dass „wir inhaltlich zufrieden sind mit den Eckpunkten“, so Heyde. Die CDU, die zunächst auch erst die Vereine mit ins Boot nehmen wollte, schwenkte um und nahm die Vorlage zur Kenntnis.

Sollten die Absichten umgesetzt werden, und daran besteht zumindest aus finanzieller Sicht kein Zweifel, bedeutet das aber nicht in jedem Fall das Ende der betroffenen Sportanlagen. Das Papier sieht ausdrücklich die Möglichkeit des Weiterbetriebs in Orsoy, Ossenberg und Millingen vor, wenn sich jemand dazu bereit erklärt. Eine öffentliche Förderung ist allerdings in den Eckpunkten nicht vorgesehen.

Noch kein Redebedarf

Burghard Kretschmer, der Geschäftsführer des Stadtsportverbands, berichtete über die Stimmungslage der Vereine. „Die wollen erst wissen, wo der Zug hingeht. Bisher gibt es noch bei keinem Vertreter Redebedarf zu diesem Papier.“