Ausschuss einstimmig für die Zweifachturnhalle in Rheinberg

Zwischen Schulzentrum (oben Mitte) und Sportplatz soll die Zweifachturnhalle entstehen.
Zwischen Schulzentrum (oben Mitte) und Sportplatz soll die Zweifachturnhalle entstehen.
Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
Die Stadtverwaltung prüft den Bau zwischen Schulzentrum und Sportanlage Xantener Straße. 2017 soll die Planung beginnen.

Rheinberg..  Nach dem unfruchtbaren Streit über das weitere Vorgehen in Sachen Sportstättenentwicklung (die NRZ berichtete) schaffte es der Sportausschuss, bei der Planung einer Zweifachturnhalle einstimmig zu handeln, wenn auch nicht sofort. Aber insbesondere der geplante Standort hinter dem Schulzentrum in Richtung Sportanlage Xantener Straße fand Zustimmung.

Sollte der angestrebte Standort nicht möglich sein, kündigte Bürgermeister Hans-Theo Mennicken an, nach einer anderen Stelle in der Nähe des Schulzentrums zu suchen. „Ab 2017 wollen wir in die Planung einsteigen.“ Und: „Die Europaschule braucht die Zweifachturnhalle auch!“ Darüber freute sich Dietmar Heyde (Grüne:) „Die Kopplung mit der Europaschule ist sehr gut. Das sorgt mittel- und langfristig für eine Kostenreduzierung.“

Um nicht so viel Geld ausgeben zu müssen, wurde auch über geringere Größen bei der Turnhalle nachgedacht. Aber das ist laut Mennicken keine sinnvolle Möglichkeit. „Die Schulen brauchen für den Unterricht Volleinheiten.“

Vor allen Dingen brauchen die Schulen eine bestimmte Zahl von Turnhalleneinheiten. Die Sporthochschule Köln hatte in ihrem Gutachten „Sportentwicklungsplanung in Rheinberg 2010 – 2013“ einen Bedarf von 14 Einheiten festgestellt – es gibt aber nur zehn Einheiten. Je angefangenen zehn Schulklassen muss eine Turnhalleneinheit zur Verfügung stehen. Bei 126 Klassen im Schuljahr 2015/16 müsste es also 13 Einheiten geben.

Selbst, wenn die Zweifachturnhalle in Betrieb genommen worden ist, gäbe es immer noch ein Defizit. Aber bis dahin wird die Zahl der Klassen sich wahrscheinlich reduziert haben.

Werner Plückelmann (CDU) wollte eigentlich, dass die Vorlage nicht abgestimmt, sondern geschoben wird. Seine Fraktion habe noch Beratungsbedarf – und so eine Turnhalle koste ja auch viel Geld.

Doch Mennicken verwies darauf, dass zunächst einmal der Standort gefunden und geprüft werden müsse. Die ins Auge gefasste Hindenburgkampfbahn müsste verändert werden – das stehe aber ohnehin an. Und erst wenn der Standort feststehe, könne man die Kosten errechnen.

„Fakt ist aber: Die Schulen brauchen weitere Turnhallen. Die in den Nachbarkommunen sind ausgelastet. Und wir sind verpflichtet, für unser Schulangebot entsprechenden Turnhallen vorzuhalten.“ Jetzt gehe es erst einmal um die Standort- und danach um die Kostenermittlung.