Aufpassen, dass der Ranzen richtig sitzt

Lenja Beier absolvierte den Bewegungsparcours – im Hintergrund Ergotherapeut Léon van der Schoot und Mutter Nicole Beier
Lenja Beier absolvierte den Bewegungsparcours – im Hintergrund Ergotherapeut Léon van der Schoot und Mutter Nicole Beier
Foto: Lukas Hübinger
Was wir bereits wissen
Damit der Start in den Schulalltag gelingt, lud die Volksbank Alpen auch in diesem Jahr wieder zu einer Messe ein.

Alpen..  Der erste Schultag wird zu einem immer größeren Spektakel. Es ist nicht länger nur noch ein neuer Lebensabschnitt für die i-Dötzchen, sondern für die ganze Familie. Der „Ernst des Lebens“ wird gefeiert wie ein runder Geburtstag oder die Kommunion. Bereits die Auswahl des Schulranzens wird manchmal zu einem Event für die Eltern, Großeltern, Paten, Tanten und Onkel.

Damit der Start in den Schulalltag auch gut gelingt, lud die Volksbank in Alpen auch in diesem Jahr wieder zur Schulranzenmesse ein. Bei dieser Messe konnten sich Eltern mit ihren Kindern über alles informieren, was für die Gesundheit und Sicherheit der Kleinen von Belang sein könnte.

Spielerisch den Sitz geprüft

Mit spielerischen Methoden prüften zum Beispiel die Experten der Ergotherapie von Katja van Kommer den richtigen Sitz des ausgewählten Tornisters und die Beweglichkeit, die die Kinder mit ihrer Last auf dem Rücken an den Tag legten. „Sitzt die Tasche fest, rutscht sie nicht hin und her und fühlt sich das Kind damit wohl?“, erklärte Ergotherapeut Léon van der Schoot einige Kriterien, worauf er beim „Schul-ranzen-Check“ achtete. Mit einem Erbsenbeutel als Gewicht im Ruck-sack ließ er die Kinder dazu über einen kleinen Bewegungsparcours laufen.

Die Resonanz der Aktion war, wie auch schon in den letzten Jahren, großartig. „Das Schöne ist, dass die Eltern hier alles unter einem Dach haben“, erzählte Sarah Lomme, die für die Organisation der Messe verantwortlich war. Aufgrund des großen Andrangs sei die Veranstaltung diesmal um eine Stunde ausgebaut worden, sagte sie. Bereits zum vierten Mal bauten die zahlreichen Kooperationspartner ihre Stände in der Alpener Volksbankfiliale auf. Die zahlreichen Schulranzen wurden von der Firma Giesen-Handick bereitgestellt.

Doch selbst wenn der richtige Schulranzen gefunden wurde, gab es für die Kinder und deren Eltern noch einiges zu unternehmen und entdecken.

Die Physiotherapie Wolfgang Schwartz aus Veen führte mit den Kindern sechs Koordinations und Geschicklichkeitstests durch, die Aufschluss für körperliche und motorische Defizite geben sollten. „Je früher man Defizite erkennt, desto größer ist die Chance diese zu beheben“, erklärte Wolfgang Schwartz. Der Physiotherapeut sieht in diesem Bereich eine dramatische Entwicklung.

„Kinder spielen immer weniger draußen und sitzen zu viel, dabei brauchen sie dringend Bewegung, anders geht es nicht.“ Die Tests sollten die Kinder jedoch nicht entnerven, sondern viel mehr Spaß machen. Hierzu griff das Team auf moderne Technik zurück. Mithilfe eines computerverbundenen Balance-Boards konnten die Kinder bei-spielsweise eine Biene steuern und mit deren Stachel Luftballons auf einem Bildschirm zerplatzen lassen.

Zuckerquiz

Den Lebensbereich Ernährung deckte die Diplom Ökotrophologin Beate Hemmers ab. An ihrem Stand konnten die Kinder ein Zuckerquiz machen und sich über gesunde Produkte informieren. Wie viel Zucker ist wohl in einem Esslöffel Curryketchup enthalten? Die Antwort: Drei Würfelzucker. Die meisten Besucher tippten an diesem Tag deutlich weniger. „Selbst wenn man über gesunde Ernährung Bescheid weiß, sind Theorie und Praxis zwei verschiedene Welten“, so Beate Hemmers. Die meisten Kinder sind an diesem Tag wohl mit einem neuen Schulranzen nach Hause gegangen und für die Familien war es ein netter Samstagsausflug.