Auf gefährlicher Tour

Die Schilder liegen bereit.
Die Schilder liegen bereit.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Der Naturschutzbund Rheinberg sucht Helfer für die kurz bevorstehende Krötenwanderung in Budberg

Rheinberg-Budberg..  Das Schauspiel wiederholt sich Jahr für Jahr kurz vor dem Frühlingsbeginn: Die Amphibien beginnen mit der Wanderung zu ihren Laichgewässern. Auch in diesem Jahr will der Naturschutzbund Rheinberg Vorkehrungen für die Krötenwanderung treffen. Denn beim Überqueren von Straßen lauern viele Gefahren. Um die Tiere zu schützen, bereiten sich die Helfer des Nabus kreisweit vor, um mittels Sperrungen und Fangzäunen Sicherheit für Amphibien zu schaffen. In Kürze werden mehrere Straßen und Straßenabschnitte im Kreis gesperrt, um die Gefahren für die nachtaktiven Tiere so weit wie möglich einzudämmen.

Bei sieben bis zehn Grad und hoher Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent beginnt die Krötenwanderung. Dabei verleiten erwärmte Straßen die Männchen dazu, auf der Fahrbahn Rast zu machen. Und auch dann, wenn die Tiere nicht von einem Auto überfahren werden, überleben sie oftmals den Strömungsdruck der Autos schon bei geringen Geschwindigkeiten nicht.

Eine nächtliche Vollsperrung in Budberg wurde bereits beantragt und wird bei plötzlichem Einsetzen der Wanderung von 19 bis 7 Uhr aktiviert. Hiervon betroffen sind die gesamte Länge der Wolfskuhlenallee und ein Teilstück der Rheinkamper Straße, weitere Hinweisschilder und Umleitungen sind eingerichtet. Darüber hinaus sollten landwirtschaftliche Wege in der Nähe der Budberger Seen als Abkürzung während der Wanderzeit gemieden werden. Die Beschilderung weist bei kalten Temperaturen auf eine Aufhebung der Vollsperrung hin.

Für den Auf- und Abbau der Sperrungen und das Aufsammeln der Tiere sucht der Nabu noch Helfer. Interessenten melden sich unter der Rufnummer 02844/2745.