Atemlos in Wardt

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Xanten-Wardt..  Wer meint, dass Frauen auf ihre ganz eigene Art Karneval feiern, der hat absolut recht. Die 14 aktiven Karnevalistinnen der Kfd in Wardt zauberten in den vollbesetzten Saal des Landhauses Wardt eine überzeugend tolle Partystimmung mit viel Witz, Humor und bester musikalischer Unterhaltung. Die „Moonlights“ alias Andreas Sackers & Ralf Mölders sangen Karnevals- und Partylieder und luden immer wieder zum Schunkeln und Feiern ein. Kein Wunder, dass gegen halb vier am Samstag die Stimmung schon hoch flog, als Annegret, Josefa und Elfriede Arntzen, Trudelies Drißen, Manuela Wagner, Brigitte Jansen, Gabi Kalthoff, Silvia Mölders, Rita Krieg, Hilde und Gisela Rösen, Agnes Rittner, Uschi Janßen und die als Moderatorin fungierende Bärbel Kocea die Büttenshow mit einem traditionellen Einzug eröffneten. Das Lied „Atemlos in Wardt“ war der passende musikalische Auftakt des Nachmittags. Die Melodie kannte jeder und darum grölte der Saal voller bunt kostümierter Frauen auch kräftig mit. Nach Kaffee und Kuchen wurde jetzt pausenlos gelacht und auf der Bühne Späße dargebracht. Folgenschwer war zum Beispiel die Verwechselung der Erklärungen und Bedeutungen des Kürzels „WC“. Eine hochrangige Urlauberin will wissen, ob sie bei ihrem Aufenthalt im Kurort mit den Annehmlichkeiten einer modernen WC-Anlage rechnen kann. Fälschlicherweise interpretierte der orthographieschwache Bürgermeister, dass „WC“ für „Wald Capelle“ steht und gab brieflich zur Antwort: „Es gibt sechs Sitz- und 40 Stehplätze, die mittwochs und samstags bei Orgelspiel und brillanter Akustik zur Verfügung stehen!“ Da lachte und tobte der Saal. Es wurde ein Kaffeemaschienchenlied geträllert und auflockernd tanzten sieben „Tanzmäuse“ vom XCV in rot-weißen Mariechenkostümen unter der Leitung von Natalie Arntz ihren Gardetanz, für den die „Tanzmäuse“ eine Applausrakete erhielten. Beim Musik-Intermezzo mit Live-Gesang von den „Moonlights“ sprangen einige Damen im Saal auf und tanzten in den Gängen und vor der Bühne. Das sollte sich noch mehrfach wiederholen.

Tolle Stimmung

Lachkrämpfe wurden in der „Wunderbox“ produziert. Ehemalige Kfd-Frontfrauen wie Maria van Bebber, Elisabeth Egging und Hilde Tippmann freuten sich über die tolle Stimmung im Saal und feierten kräftig singend und lachend mit. Dann erzählte „Schwester Käthe“ Amüsantes über das Verhalten von Mannsbildern im Krankenhaus und erntete viel Beifall ob der „zweifelhaften“ Halbwahrheiten. Ein Sketchklassiker von Harald Juhnke wurde im neuen Gewand aufgeführt. Bei einem Banküberfall erkennt eine alte Dame den Räuber und sagt: „He, ich kenne Sie doch!“ und wird prompt erschossen. Der Räuber wendet sich an die anderen Bankkunden unter denen auch ein Ehepaar ist, bei denen der Haussegen schief hängt. „Ist hier noch jemand, der mich kennt?“, fragt der Räuber und besagte Ehefrau antwortet: „Ich kenne sie nicht, aber mein Mann!“ Der bricht vom Schuss getroffen ebenso zusammen. Beim Auftritt des „Flönzballetts“ – das Männerballett des XBK – geriet die Stimmung fast außer Kontrolle. Und jetzt war die Veranstaltung auch für Männer geöffnet. Partytime für alle, als närrischen Ausklang eines gelungenen Büttennachmittags von und für Wardter Frauenpower.