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Arbeitsgruppe wacht über die Schulerweiterung in Rheinberg

31.10.2014 | 06:29 Uhr
Arbeitsgruppe wacht über die Schulerweiterung in Rheinberg
Hans-Theo Mennicken, Norbert Giesen, Karl-Heinz Schlusen, Christoph Parade, Dietmar Heyde und Dieter Paus (von links) und die ErweiterungspläneFoto: ARFI

Rheinberg.   14,2 Millionen Euro für die Erweiterung des Schulzentrums waren der Politik zuviel. Jetzt soll eine Arbeitsgruppe festlegen, welche Räume benötigt werden, danach soll ein abgeänderter oder neuer Entwurf zu deutlich geringeren Kosten her.

Von wegen zustimmende Zurkenntnisnahme: Der Schul- sowie der Bau- und Planungsausschuss verweigerten am Donnerstagnachmittag in ihrer gemeinsamen Sitzung der Verwaltungsvorlage ihre Zustimmung. Stattdessen wurde einstimmig eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die geplante Erweiterung des Schulzentrums begleiten und vor allen Dingen darüber wachen soll, dass die Kosten von zuletzt geplanten 14,2 Millionen Euro unterschritten werden.

Dabei hatte sich der Düsseldorfer Architekt Prof. Christoph Parade sehr ins Zeug gelegt. Beim Rundgang durch das bestehende Schulzentrum (Parade war auch für den Entwurf vor etwa vier Jahrzehnten verantwortlich) erklärte er beredt, wie er sich den Umbau der Europa-, Haupt- und Realschule zur Gemeinschaftsschule vorstellte. Das hörte sich alles sehr gut an, aber im Gespräch mit den Politikern konnte man immer wieder das Kostenargument hören.

Die Stellungnahmen in der Sitzung an sich begannen immer wieder mit dem Dank für den Entwurf, der durch die Bank auch ausdrücklich gelobt wurde. Aber gleich der erste Redner, Joachim Schmitz von der SPD, regte die Bildung eines Arbeitskreises an, dem Vertreter der Fraktionen, der Verwaltung, des Architekturbüros angehören sollten – und er stellte die Frage, ob das Raumprogramm abgespeckt werden könnte, falls die Schülerzahlen geringer als erwartet ausfallen sollten.

Ulrich Hecker, Fraktionschef der CDU, verwies auf die Tatsache, dass sich Rheinberg in der Haushaltssicherung befinde. Er sehe erheblichen Beratungsbedarf bei den Kosten, regte Gespräche über eine Kooperation zum Beispiel mit der Sekundarschule Alpen an – eine Idee, der gegenüber sich auch Alpens Bürgermeister Thomas Ahls im Gespräch mit der NRZ sehr aufgeschlossen zeigte. „Wir müssen runterkommen von den 14,2 Millionen Euro“, forderte Hecker.

Die Formulierung „1. Bauabschnitt“ beschäftigte den SPD-Fraktionsvorsitzenden Ulrich Madry. „Kommt noch ein 2. Bauabschnitt?“ Bürgermeister Hans-Theo Mennicken sah das nur für den Fall, dass mehr Schüler als geplant kommen.

Jürgen Bartsch, der Grünen-Fraktionschef, wollte die Erweiterung nicht wegdiskutieren lassen. „Wir wollten die Gemeinschaftsschule. Aber wir wollen nicht erleben, dass die Kosten aus dem Ruder laufen.“ Deswegen müsse eine Projektsteuerung her.

Bei der Diskussion darüber, ob in der Arbeitsgruppe zunächst über den Raumbedarf oder die Planung gesprochen werden soll, mahnte Bartsch zur Eile. „Es ist eine relativ schnelle Konkretisierung nötig!“

Jetzt sollen in einem ersten Schritte Schulfachleute den Raumbedarf der Erweiterung klären. Danach sollen schrittweise auch Vertreter aus dem Bau- und Planungsausschuss hinzugenommen werden.

Wolfgang Krause

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2014-10-31 06:29
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