Ampelfarben zur Etatkontrolle in Rheinberg

Im Haupt- und Finanzausschuss wird heute der Controllingbericht vorgelegt.
Im Haupt- und Finanzausschuss wird heute der Controllingbericht vorgelegt.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Controller Andreas Kußel legt seinen ersten Bericht vor

Rheinberg..  Zum 1. Oktober 2014 wurde bei der Stadt Rheinberg die Stelle eines Controllers besetzt. Am heutigen Dienstag legt Andreas Kußel im Haupt- und Finanzausschuss seinen ersten Controllingbericht vor. Dabei handelt es sich wie von Verwaltung und Politik verabredet um einen verkürzten Bericht zum 30. April 2015 ohne eine Prognose, dafür aber mit einem Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zukünftige Berichte sollen jeweils zum 30. Juni, 30. September und 31. Dezember eines Jahres vorliegen, dann jeweils mit einer Prognose der Ergebnisse zum 31. Dezember des laufenden Jahres.

Beim aktuellen Bericht verweist Kußel gleich auf eine Schwachstelle in der Systematik des kommunalen Rechnungswesens. Es sehe nicht vor, einzelne Sachverhallte innerhalb des Jahres auf die Monate zu verteilen oder Rückstellungen für noch fehlende Zahlungseingänge zu bilden. „Die Gewerbesteuererträge beispielsweise werden im Monat der Fälligkeit ausgewiesen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Aufwendungen für im Januar gelieferte Leistungen, die aber erst im Juli berechnet werden, könnten so beim Abruf der Ist-Zahlen für April nicht ausgewiesen werden. Bei einem Vergleich mit einer auf die Berichtsmonate heruntergerechneten Planzahl müsse es dadurch zwangsläufig zu Abweichungen kommen.

Damit keine falschen Schlüsse gezogen werden soll es in Zukunft zur Jahreshälfte eine Prognose geben. Durch sie sollen Abweichungen vom Plan früh erkannt und Maßnahmen zum Gegensteuern rechtzeitig ergriffen werden können.

Mit Hilfe eines sogenannten Cockpits, einer halbkreisförmigen Skala, die von den Farben grün, gelb und rot unterlegt ist, soll auf den ersten Blick klar werden, wie es um den Stand der Dinge bestellt ist. Der Liquiditätsrahmen ist im Moment zwar schon zu zwischen 50 und 60 Prozent in Anspruch genommen, Kußel stellt die Prognoseampel (sie schätzt den Verlauf des Restjahres ein) dennoch auf grün, weil es aktuell keine Informationen gebe, die auf eine Verschlechterung der Gesamtplanergebnisse hindeuteten. Ebenso grün sind die Prognoseampeln für die Inanspruchnahme von Investitionskrediten sowie den Realisierungsgrad bei Erträgen und Aufwendungen.

Maßgebliche Veränderungen

Bei den Erträgen hält der Controller folgende Veränderungen für maßgeblich. Die Gewerbesteuer ist aufgrund von Rückzahlungen an die Betriebe um 756 000 Euro geringer als im Vorjahreszeitraum, bei den Benutzungsgebühren gab es dagegen im Bereich Abwasser einen Mehrertrag in Höhe von 157 000 Euro.