Am Hafendamm in Rheinberg-Orsoy gilt jetzt Tempo 30

Am Hafendamm ist sie in der Nähe der Grundschule Orsoy vor kurzem Wirklichkeit geworden: die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde.
Am Hafendamm ist sie in der Nähe der Grundschule Orsoy vor kurzem Wirklichkeit geworden: die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Ein zwei Jahre alter Antrag der CDU auf Geschwindigkeitsreduzierung wurde umgesetzt.

Rheinberg-Orsoy..  Gefühlte oder wirkliche Sicherheit? Darüber streiten sich Fachleute gerne – man ist sich uneins darüber, ob verkehrsregulierende Maßnahmen wie zum Beispiel Zebrastreifen tatsächlich zu höherer Sicherheit für Fußgänger führen.

Aus Sicht der Polizei gilt zum Beispiel auch die Straße Hafendamm in Orsoy als sicher. Dennoch war es der CDU bereits vor zwei Jahren ein Anliegen, in der Nähe der Grundschule Orsoy die Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde zu reduzieren – oder alternativ einen Schülerlotsen am Übergang über den Hafendamm einzusetzen.

Das war am 22. April 2013 beantragt worden. Seither wurde der Antrag von allen zu beteiligenden Stellen, nämlich dem Ordnungsamt, der Schulwegsicherungskommission und der Polizei, geprüft. Das Ergebnis: Die Geschwindigkeit wird auf 30 km/h reduziert.

Anfang April war es dann soweit. Auf beiden Seiten der Stelle, an der die meisten Grundschulkinder auf dem Weg zur Schule und wieder nach Hause den Hafendamm queren, stehen jetzt die entsprechenden Verkehrsschilder.

Der dazugehörende Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Schulausschusses führte gleich zu doppeltem Dank. Ihn sprach für die CDU-Fraktion Dirk Kerlen an die Verwaltung aus, dem schloss sich auch Karin Winkel (SPD) an und dankte anschließend der CDU „für den Antrag, mit dem unser Anliegen umgesetzt worden ist“.

Fritz Ettwig (Grüne) wies daraufhin, dass „das seit 30 Jahren überfällig ist, Tempo 30 an einer Schule“. Das mochte Bürgermeister Hans-Theo Mennicken so pauschal nicht stehen lassen. „Es gibt keine Vorschrift, dass an allen Schulen Tempo 30 gelten muss!“ Die Polizei habe an dieser Stelle keine Notwendigkeit für diese Geschwindigkeitsreduzierung gesehen.

Das reizte Ettwig zum Widerspruch – und den Verweis auf andere Stellen im Stadtgebiet, an denen seiner Ansicht nach auch ein geringeres Tempo für Verkehrsteilnehmer notwendig ist. Das gilt für ihn zum Beispiel auf der Annastraße, die ein stark genutzter Schulweg sei für die Europaschule und das Amplonius-Gymnasium. „An dieser Stelle gibt es nur ganz kurz eine Tempo-30-Zone. Wir haben schon wiederholt Anträge gestellt, aber da tut sich nichts.“

Mennicken mochte dem nicht folgen. „An dieser Stelle ist noch nie etwas passiert. Dort Schilder aufzustellen halte ich für nicht erforderlich.“ Im für die Zuhörer reservierten Raum fiel ein leises, aber zustimmendes „Überbehütung“.