Altpapier – in Rheinberg am besten nur in der Tonne entsorgen

Altpapier soll in der Tonne entsorgt werden.
Altpapier soll in der Tonne entsorgt werden.
Foto: Marco Kneise
Was wir bereits wissen
Der DLB hat bei der Abholung von Papier neben der Tonne länger zu tun, die Mitarbeiter werden körperlich mehr belastet.

Rheinberg.. Sperrmüll, Biomüll, Grünschnitt: Die Aufgaben des Dienstleistungsbetriebs (DLB) der Stadt Rheinberg sind wegen fehlender Kapazitäten beim Vertragspartner gewachsen. Am 27. April ging es mit dem Sperrmüll los, am 4. Mai folgte das Abfahren des Biomülls, der Grünschnitt kam ab dem 21./22. Mai hinzu. In der Sitzung des Betriebsausschusses wird am heutigen Dienstag ab 17 Uhr im Sitzungszimmer des DLB (Bahnhofstraße 160) über die Einführungsphase berichtet.

Zusätzlich zu den Abfuhren hat der DLB auch das Anmeldeverfahren und das Behältermanagement übernommen. Das aber muss mit den vorhandenen Mitarbeitern erledigt werden – Neueinstellungen gab es nicht, waren auch nicht vorgesehen. Um den Arbeitsaufwand zu reduzieren, hatte man verstärkt mit einer Anmeldung per Internet geplant. „Damit konnte zusätzlich auf einen vielfach geäußerten Wunsch der Rheinberger Bürger reagiert werden“, heißt es in der Mitteilungsvorlage für den Ausschuss.

Das war aber nicht die einzige Möglichkeit. Für Menschen, die das Internet nicht nutzen können oder wollen, gibt es auch die Möglichkeit, Anmeldekarten aus dem neu aufgelegten Abfallkalender zu nutzen, sich per Fax, Mail, Telefon zu melden – oder sogar beim DLB vorbeizukommen und den Abfuhrwunsch persönlich anzumelden.

In der Zukunft soll die telefonische Anmeldung reduziert werden, weil sie Personal bindet und Kosten verursacht. Ganz abgeschafft wird sie jedoch nicht.

Anmeldung im Internet beliebt

Das Anmeldeverfahren per Internet wird mit Abstand am häufigsten genutzt. Bis zum 26. Mai gab es 1565 Anmeldungen – davon 913 (58,3 Prozent) online. Dann folgt die Anmeldung per Telefon mit 330 (21,1 Prozent), per Postkarte mit 275 (17,6 Prozent). E-Mails gab es 38 Mal (2,4 Prozent) und acht Rheinberger (0,5 Prozent) kamen persönlich vorbei. Fast gar keine Rolle spielte die Anmeldung per Fax – sie wurde nur ein einziges Mal genutzt.

Dass der DLB auf die Anmeldekarten im Abfallkalender nicht gleich eine Briefmarke klebt, wurde von einigen Rheinbergern bemängelt. Dafür spielen Kostengründe eine Rolle. Der DLB hätte auf jede Karte in jedem Abfallkalender eine Marke kleben müssen. Frankierte Postkarten kamen aber nur 156 Mal zurück – ein Anteil von unter zehn Prozent bei allen Anmeldungen. Die restlichen Marken wären also nicht für die Anmeldung genutzt worden.

Beim DLB ist man nicht ganz glücklich damit, dass Altpapier zunehmend auch neben die dafür vorgesehene Tonne gestellt wird. Das sei ein Trend, der in der vergangenen Zeit zugenommen habe, steht in der Vorlage. Zwar stehe im Abfallkalender der Hinweis, dass so etwas nur noch im Ausnahmefall und auf Antrag möglich ist, aber es passiere immer noch – und führe zu höheren Ladezeiten und einer höheren körperlichen Belastung der Mitarbeiter. Den Grundstückseigentümern schlägt der DLB stattdessen vor, größere Behälter zu bestellen.