Allein auf dem Atlantik

Rheinberg..  Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel hatte Guido Dwersteg fast zweieinhalb Jahre. Mit seiner knapp zehn Meter langen Segeljacht segelte der 44-jährige Koblenzer über den Atlantik. Heute ab 19 Uhr zeigt er im Adler auf Bildern und Videos, was er bei seinem großen Segeltörn erlebt hat. Der Eintritt kostet acht Euro. Karten gibt es noch im Adler und im „Wohnfuchs“.

Natürlich plaudert Dwersteg auch aus dem Nähkästchen und erzählt den Gästen, welche Geschichten er während der 146 Seetage auf den 11 000 Seemeilen erlebt hat.

Gerade mal fünf Jahre hatte Guido Dwersteg den Segelschein, da machte er sich mit seinem Schiff Carpe Diem auf große Fahrt. „Das war immer ein Traum von mir.“ Mit seiner Jacht des Typs Bavaria begann er die Reise auf Fehmarn.

Dann segelte der Abenteurer über die Nordsee, entlang des europäischen Festlands, runter zu den Kanarischen Inseln, weiter zu den Kapverden, bevor er 2200 Seemeilen über den Atlantik segelte. „Grenada war beeindruckend. Die Insel ist noch sehr naturbelassen – eben wie man sich eine karibische Insel vorstellt.“ Es gab auch heikle Momente. „Einmal kurz vor den Kanaren wäre ich fast über Bord gegangen. Das Boot wäre ohne mich weiter gesegelt. So schnell kann man nicht hinterher schwimmen“, schildert er und lacht. Im Oktober 2014 erreichte er Holland. Auf einer Willkommensfeier lernte er den Rheinberger Hobbysegler Marcel Gottwald kennen, der den Vortragsabend heute initiierte.