Abschied mit viel Musik

Foto: Fischer, Armin (arfi)

Sonsbeck..  „Ein Stuhl ist ein Platz, von dem aus man Dinge oder sich selbst verändern kann.“ Nur einer von zahlreichen Vorschlägen, den die Schüler für ihre ehemalige Schulleiterin bezüglich der Nutzung des kreativ bemalten Stuhles hatten. Man könne aber auch einen Blumentopf darauf stellen. So wurden die beiden Abschiedsgeschenke für Sabine Ulpke praktisch kombiniert. „Leben und arbeiten bedeutet für mich, unterwegs zu sein, nicht möglichst schnell anzukommen“ – ihr Lebensmotto hatte Sabine Ulpke in ihrer Einladung aufgeschrieben. Nach 2 375 Tagen oder 15 905 616 Stunden Schulleitungstätigkeit mache sie sich deshalb auf den Weg.

Die, die sie in ihrer Sonsbecker Zeit begleitet hatten, hatte die 58-Jährige ins Forum der Johann-Hinrich-Wichern-Grundschule eingeladen, um sich persönlich zu verabschieden und für die Zusammenarbeit zu bedanken. Zuvor verabschiedeten sich die Kinder auf ihre Weise. Schwungvoll wirbelte die Hip-Hop-Gruppe durch das Forum. Bei dem Sketch „Im Internet surfen“ sorgte ein kommunikatives Missverständnis für Heiterkeit. Die Bläsergruppe bedankte sich mit „dem, was Sie uns hier ermöglicht haben“ und stimmte einige Lieder an.

„Es hat sich viel bewegt“

Sie habe nicht damit gerechnet, solch ein Programm vorzufinden, sagte Sabine Ulpke in ihrer Rede. Darin ging sie noch einmal auf die inhaltlichen wie strukturellen Veränderungen an der Schule im Laufe ihrer Schulleitertätigkeit ein. „Es hat sich viel bewegt in der Zeit. Ich habe mich immer wohl gefühlt hier in Sonsbeck“, erklärte Ulpke. „Aber ohne Sie hätte sich vieles nicht bewegen lassen. Ich bin zwar hartnäckig, aber alleine hätte ich das nicht stemmen können“, bedankte sie sich bei den Kollegen ebenso wie bei den Sonsbeckern und den Kindern. Bürgermeister Heiko Schmidt betonte, dass für Sabine Ulpke „als ein Mensch, der Veränderungen mag, der Wechsel ein schöner Schritt sei. Für uns aber ist es ein Verlust, weil Sie in den letzten Jahren hier Ihr Engagement eingebracht haben.“ Der Schulleitungsposten sei für sie kein x-beliebiger Job gewesen, „Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Schüler in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Immer war zu spüren, dass das Wohl der Schule für Sie an oberster Stelle stand. Sie hinterlassen eine tolle, liebenswerte Schule.“

Auch die Schulpflegschaftsvorsitzende Sonja Laarmanns erklärte, Sabine Ulpke habe nicht nur einen guten Job gemacht, sie habe stets „ein offenes Ohr für die Belange der Schüler und die Sorgen der Eltern gehabt.“