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61 Saiten treffen 88 Tasten

14.03.2014 | 00:20 Uhr

Xanten. Einmal die Grenzen des „Üblichen“ hinter sich lassen – eine Herausforderung, die sich vier Musikerinnen im Xantener Rathauses stellten. Ebenfalls eine wunderbare Herausforderung für eine Veranstaltung zum Weltfrauentag. Organisiert wurde das Konzert unter der Federführung von Jürgen Kappel und der Xantener Gleichstellungsbeauftragten Elke Balenzia. Unter der Überschrift „Sixty1strings meets eighty8 keys“ erlebten die Besucher herausragende Musikerinnen. 61 Saiten von Zupfinstrumenten barocker und neuzeitlicher Art trafen auf 88 Tasten des Flügels.

Eigenkompositionen

Marina Baranova glänzte als Pianistin und Anne Wolf (Mandoline), Negin Habibi (Gitarre) und Konstanze Kuss (Harfe) boten dem Publikum ein mitreißendes Programm. Marina Baranova ist aus den Konzertzyklen der Pianoforte-Veranstaltungen keine Unbekannte in Xanten. Die aus der Ukraine stammende Pianistin hatte schon einige Auftritte in der Domstadt. Neben mehreren Passagen aus der Suite in d-Moll von Händel begeisterte sie das Publikum mit der Eigenkomposition „Firebird“. Bei der Tochter einer Pianistin und eines Jazz-Musikers gab es nie klare Übergänge von Klassik und Moderne. „Ich unterscheide lediglich zwischen guter und weniger guter Musik,“ erklärte die Pianistin bei ihren Ausführungen im Ratssaal. Der „Feuervogel“ ist offensichtlich somit geprägt von diesen kindlichen Erinnerungen.

„Sixty1strings“ fanden sich vor einigen Jahren mit klassischen Zupfinstrumenten zusammen. In der „Sonata Prima“ von Castello, gespielt auf barocken Instrumenten, wurden spanische Rhythmen wach. Das „Aquarium“ aus dem Karneval der Tiere spielten die Frauen auf modernen Instrumenten sowie auch von Ravel „Laideronette Imperatríce des Pagodas“ - Die Kaiserin der Pagoden. Herausragend: Konstanze Kuss beim „Baroque Flamenco“. Hier experimentierte die amerikanische Harfenistin Henson-Conant und „kreuzte“ Barockmusik mit spanischem Flamenco. Eine Herausforderung für Kuss, die die junge Harfenistin mit Bravour meisterte.Neben dem klassischen Zupfen der Harfe, diente der Klangkörper auch als Perkussionsinstrument. Mit dem „Grand Preludio“ verzückte Anne Wolf die Konzertbesucher, ein in besonderer Feinheit ausgeführtes Mandolinensolo der Extraklasse. Mit einer Filmmusik von Alberto Iglesias aus dem Film „Sprich mit ihr“ endete das Konzert in gemeinsamer Aktion aller vier Akteurinnen und unter großem Applaus.

Heike Tobies

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2014-03-14 00:20
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