52 Rheinberger Kriegsmonate unter der Lupe

Im Bild von rechts: Stadtarchivarin Sabine Sweetsir, Autorin Anja Rupprecht, Sparkassenvorstand Frank-Rainer Laake, Bürgermeister Hans-Theo Mennicken, Franz-Josef Stiel (Vorsitz Kulturstiftung).
Im Bild von rechts: Stadtarchivarin Sabine Sweetsir, Autorin Anja Rupprecht, Sparkassenvorstand Frank-Rainer Laake, Bürgermeister Hans-Theo Mennicken, Franz-Josef Stiel (Vorsitz Kulturstiftung).
Foto: Peter Bußmann
Was wir bereits wissen
Buchvorstellung und Lesung von Anja Rupprecht: „Als der Krieg nach Rheinberg kam. Die Jahre 1914 – 1918“. Das Buch ist im Handel und bei den Rheinberger Sparkassen erhältlich.

Rheinberg..  Am Dienstagabend war der historische Ratssaal im Alten Rathaus genau der passende Ort für die Vorstellung des neuen Werkes der Rheinberger Autorin Anja Rupprecht. Ihr neues Buch „Als der Krieg nach Rheinberg kam – Die Jahre 1914 – 1918“ ist der 19. Band der Stadt Rheinberg zur Geschichte und Heimatkunde. Anja Rupprecht füllte mit dem umfassenden 251-seitigen Buch eine langjährige Lücke. Während über viele geschichtliche Perioden genaue Daten und Berichte vorhanden sind, die auch in den geschichtlichen Bänden und im Stadtarchiv dokumentiert sind, klaffte eine Lücke über die Zeit in Rheinberg während des Ersten Weltkrieges.

Die Lücke ist jetzt geschlossen. Die Autorin stellte ihr umfassendes, ungemein detailliertes Buch, das mit finanzieller Unterstützung der Kulturstiftung der Sparkasse Rheinberg und der Sparkasse am Niederrhein möglich wurde, mit einführenden Worten und einer aufrüttelnden eigenen Lesung über die ersten Tage des Kriegsbeginns vor.

„Die Zeit vor 100 Jahren, die des Kriegsbeginns, ist vorher nie beleuchtet worden“, so Stadtarchivarin Sabine Sweetsir, die Rupprecht mit Unterlagen des Stadtarchivs für die mehrjährige Recherche unterstützt hatte. „Ein neues Mosaiksteinchen in der Geschichte Rheinbergs“ nannte sie es, lobte das „hochinteressante“ Geschichtswerk.

„Ich bin sehr beeindruckt“, so Franz-Josef Stiel, Vorsitzender der Kulturstiftung. „Es lässt sich sehr gut lesen“, lobte er Rupprechts Stil. „Wir haben“, er meinte die Sparkasse. „250 Bücher gekauft, die wir an alle Rheinberger Schulen verteilen“. Die Zielsetzung: “Es ist ganz wichtig, dass sich junge Leute mit dem Thema befassen“. Eben, wie der Krieg 1914 auch nach Rheinberg kam, wo die Menschen euphorisch waren und freiwillig mitkämpfen wollten. Rupprechts lesenswertes Buch schildert in 52 Kapiteln das alltägliche Leben der Menschen an der Heimatfront, das weit entfernt war von der Kriegsfront und in dem der Krieg doch allgegenwärtig war. Nur wenige Monate würde der Krieg dauern, glaubten die Menschen im August 1914. Entsprechend unvorbereitet und heftig traf sie seine Dauer. Jedem dieser 52 Kriegsmonate ist in „Als der Krieg nach Rheinberg kam“ ein Kapitel gewidmet und beleuchtet das Alltagsleben der Rheinberger während dieser Zeit unter einem anderen Aspekt.