10 000 Euro für den grünen Bürgermeisterkandidaten in Rheinberg

Was wir bereits wissen
Die Grünen wollen bei der Wahl am 13. September eine Alternative zu CDU und SPD bieten. Der Kandidat wird Freitag gewählt.

Rheinberg..  Die Grünen lassen sich die Bürgermeisterwahl am 13. September eine Menge kosten: „Wir geben knapp über 10 000 Euro dafür aus“, verriet Sprecher Peter Mokros. Aber der Partei ist es wichtig, mit einem eigenen Kandidaten dabei zu sein. Mokros: „Wir haben im Herbst 2014 intensive und fruchtbare Gespräche mit CDU und SPD geführt. Doch wir waren von den damaligen Personalalternativen nicht überzeugt und wollten keinen der Kandidaten unterstützen.“

Konsequent beschloss eine Mitgliederversammlung im November ohne Gegenstimmen, eine eigene Wahlalternative zu bieten. „Wir sahen die Gefahr, ohne Kandidaten das eigene Profil nicht schärfen zu können, nicht sagen zu können, für welche Werte wir bei der Wahl stehen“, so Mokros.

Am Freitag, 24. April, geht es ab 20 Uhr im Schwarzen Adler (Baerler Straße 96 in Vierbaum) los. Dann beginnt die für alle Interessierten öffentliche Mitgliederversammlung. Im Prinzip einziger Tagesordnungspunkt (neben Formalia, Vorstellung der bisherigen Wahlkampforganisation und Verschiedenes) ist die Nominierung des Bürgermeisterkandidaten. Fest steht bislang nur, dass es ein Mitglied sein wird. Mokros: „Wir haben auch die Wahl eines Parteilosen erwogen, aber verworfen.“

Das Anforderungsprofil ist klar: ein Mensch mit Verwaltungserfahrung, aber kein Verwaltungsbeamter, ein Spitzenpolitiker, der Bürgernähe aufbauen, Initiativen ernst nehmen und mit ihnen Lösungsmöglichkeiten für Probleme erarbeiten soll, beschreibt Mokros. „Die Initiativen müssen als demokratischer Akt gesehen, der Bürger auch während der Wahlperiode für voll genommen werden. Das ist Wahrung der Demokratie.“

Nach der Wahl soll sich der Nominierte so schnell wie möglich bekannt machen. Das reißt ein Loch in die Kasse – weil eine Persönlichkeitswahl ansteht, entfällt die Wahlkampfkostenerstattung.