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Neue Nasszellen ohne Barrieren

07.02.2011 | 18:29 Uhr
Neue Nasszellen ohne Barrieren
Die offizielle Übergabe der Station 5 im Plettenberger Krankenhaus nach der Umbaumaßnahme der Nasszellen.

Plettenberg. Nach mehreren Monaten Baulärm und Schmutz gab Michael Kaufmann als Geschäftsführer des Plettenberger Krankenhauses die Station 5/6 gestern offiziell zum Bezug frei. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt knapp 400 000 Euro.

Im Beisein geladener Gäste und von Mitarbeitern dankte Kaufmann allen Beteiligten für die hervorragende Zusammenarbeit: „Wir sind wieder einen Schritt vorwärts gekommen in unserer Ur-Idee, die Aufmachung unseres Krankenhauses Station für Station für die Plettenberger im Vergleich zu anderen Krankenhäusern gleichzusetzen. Dank der Mittel aus der Krankenhaus-Stiftung und 250 000 Euro von staatlicher Seite ist es gelungen, helle Räume und Flure zu schaffen, deren weitere Gestaltung dem Pflegepersonal vorbehalten bleibt.“

Grundreinigung im Teamwork

Mit dem Abweichen vom kühlen, sterilen Weiß der Wände in ein wohnliches Crème-beige ist eine angenehmere Atmosphäre geschaffen worden. Insgesamt 18 neue barrierefreie Nasszellen und acht grundsanierte „alte“ Bäder wurden von den Handwerkern unter der Leitung des Technischen Leiters Matthias Elsner und des begleitenden Architekten Jens Korte errichtet. „Somit hat nun jedes Zimmer sein eigenes Bad, und die Intimsphäre des Kranken in einer für ihn fremden und manchmal angsteinflößenden Situation wird gewahrt“, erläuterte Kaufmann.

Der Geschäftsführer freute sich, dass gestern bei klarem blauem Himmel und durch die Fenster strahlendem Sonnenschein die Arbeit der Reinigungskräfte und des Pflegepersonals richtig zum Glänzen kam. Noch übers Wochenende lief die Grundreinigung in den jetzt wie „frisch aus dem Ei gepellten“ Stationen. „Ein tolles Teamwork“, lobte Kaufmann die Mitarbeiter. Nun sei es Aufgabe des Pflegepersonals, den Patienten eine Atmosphäre zu vermitteln, in der sie sich gut aufgehoben fühlen.

Deutliche mehr Komfort für Patienten

Im chirurgischen Bereich auf der interdisziplinären Station 5/6 waren die baulichen Maßnahmen bereits im Oktober umgesetzt. Danach erfolgten die Arbeiten im angrenzenden internistischen Bereich.

Nach der Modernisierung verfügen alle Zimmer über eine eigene barrierefreie Dusche und Toilette, verschließbar durch leichtgängige Schwebeschiebetüren. Die „alten“ Bäder wurden grundsaniert und brandschutztechnisch aufgerüstet. Neue Einbauschränke und Gardinen in warmen Farbtönen lassen die Zimmer freundlicher erscheinen.

Gleichzeitig erhielt jedes Zimmer ein neues Notrufsystem mit Gegensprechanlage. Kosten: 50 000 Euro. „Das hat den Vorteil, dass der Patient über die Sprechanlage auch mit anderen Zimmern kommunizieren und Wünsche gegenüber dem dort gerade tätigen Pflegepersonal äußern kann“, erläutert Technischer Leiter Elsner. Das erspare der Pflegekraft Laufwege.

Info
Fleißige Handwerker

Die Krankenhaus-eigenen Handwerker Karl-Heinz Schürmann, Rolf Biehsmann und Stefan Winkler haben mit ihrer Arbeit etwa 60 000 Euro an Eigenleistung erbracht.

„Sie können nicht nur Wartung und Instandsetzung als ihr Kerngeschäft, sondern auch gestalterische Umsetzung. Das hielt das Budget im Rahmen“, war Elsner von den Handwerkern begeistert.

Bauingenieur Matthias Elsner von der Wuppertaler Firma Abaleo und Dipl.-Ing. Jens Korte vom KKW-Architektenbüro aus Altena und Münster leiteten den Umbau.

Die reinen Umbaukosten belaufen sich auf 320 000 Euro. Mit dem Umbau kann das Plettenberger Krankenhaus nun einen deutlich verbesserten Komfort für Patienten bieten. Station 5/6 stellt Zwei- bis maximal Drei-Bett-Zimmer; ein einziges Vier-Bett-Zimmer steht noch für Notsituationen bereit.

Ai-Lan Na-Schlütter

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