Gilbert Wolff erlegte den Königsvogel
17.08.2008 | 18:18 Uhr 2008-08-17T18:18:00+0200
Der ARD-Sonntagskrimi wurde in Eiringhausen auf Samstag vorverlegt. Dort ging aus einem nervenaufreibenden Endkampf Gilbert Wolff als neuer Schützenkönig hervor. Zur Königin wählte er sich seine Gattin Kerstin.
Enges Getümmel bei strahlendem Sonnenschein herrschte am Samstag am Schießstand Auf der Halle. Bereits am frühen Nachmittag hatte dort das Köngisvogelschießen begonnen. Innerhalb kürzester Zeit fielen die Insignien zu Boden. Kurz vor 17 Uhr versetzte Gilbert Wolff dem längst überfälligen Holzvogel den Gnadenschuss. In einem spannenden Duell mit Erwin Rother, der bereits zum zweiten Mal vergeblich Jagd auf den Eiringhauser Königsvogel machte, hatte der seit Mittwoch 49-jährige Wolff letztlich Glück. Zuvor hatten sowohl er wie auch Erwin Rother sichere Treffer gelandet und den Rumpf des Vogels extrem traktiert. Nachdem ganze Stücke Holz durch die Luft geschleudert waren, drehte sich der Vogel rasant um die Stange, kippte zweimal nach vorn, blieb aber immer noch oben. Ungläubiges Staunen ging durch die Reihen. Kaiser Hubert Bittner und Noch-König Frank Schmidt schlossen die Augen. Ganz andere Sorgen plagten Schießwart Hartwig Voß und Frank Göhausen. Die mussten dringend aufs stille Örtchen, verkniffen sich das aber, um bloß nicht den entscheidenden Schuss zu verpassen. Eigentlich müsse doch jeder neue Schuss das sichere Ende bedeuten. Dieses folgte bald; Rufe wie „Erwin, was machst Du denn?” oder „Gilbert, hol ihn Dir!” fanden ein Ende.
„Bildungsreise” inSachen Schießpulver
Kurz vor Fünf brach der Jubel los. Wolff, im Schützenverein Offizier, reckte freudestrahlend die Arme in die Höhe. Einer der ersten Gratulanten war Vorgänger Frank Schmidt. Peter Otminghaus brachte punktum einen Kasten Bier: „Gilbert, jetzt trink Dir erstmal was.” Erste Stimmen, ob sich der Projektleiter Werkzeugbeschaffung bei Kirchhoff in Attendorn bei seiner letzten China-Reise wertvolle Tipps im Umgang mit Schießpulver geholt habe, wurden laut. Fest steht jedenfalls, dass die Eiringhauser mit Gilbert Wolff einen engagierten Schützen zum neuen König haben, der auch der Truppe von „Bodo's Bar” angehört. Und dass die feiern kann, muss sie nicht mehr beweisen.
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