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Frauengemeinschaft

Ein Sommerfest sollte es werden

17.06.2012 | 19:00 Uhr
Ein Sommerfest sollte es werden
Sommerfest der Kath. Frauengemeinschaft Herscheid. Monika Petsos bei ihrem Vortrag.

Herscheid. „Leider haben wir dieses Jahr nur einen grün angestrichenen Winter“, schmunzelt Margret Bruns, Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd). Um so erfreulicher, dass zahlreiche Frauen zum gemeinsamen Sommerfest und dem anschließenden Vortrag von Monika Petsos ins St.-Cyriakusheim kamen.

Ein Sommerfest sollte es werden, „nur leider haben wir keinen Sommer“, wie Bruns feststellen musste. Trotzdem ließen sich die rund 40 Frauen, darunter auch viele Gäste der Ev. Frauenhilfe Herscheid, den Nachmittag nicht verderben: Nach einem Ökumenischen Gottesdienst in der Katholischen Kirche ging es zum Kaffeetrinken ins benachbarte Cyriakusheim. Im Anschluss führte Monika Petsos die Gäste in die Welt der Lyrik: Oft seien ihre Gedichte schwer zu verstehen, daher wolle die studierte Germanistin die Entstehungsgeschichte hinter ihren Gedichten erklären. „Ich möchte Sie in die Welt der Gedichte einführen“, so Petsos, die keine übliche Lesung hält, sondern einige ihrer Gedichte vorliest und anschließend erklärt, was sie inspiriert hat.

Seheindrücke

„Ich verarbeite meine Seheindrücke in den Gedichten“, denkt die Autorin z.B. an Vogelspuren im Sand, die von einer Welle überschwemmt wurden. Im Gedicht werde dieses Szenario in einen Dialog zwischen der Welle und den Sandspuren, die über ihren Gebietsanspruch streiten, wiedergegeben. Außerdem ist ihr wichtig, dass Gedichte interpretiert werden dürfen: „Es gibt immer so viele Interpretationen wie es Leser gibt.“ In der Gesellschaft habe sich eine andere Lesekultur entwickelt, die nicht zuletzt wegen der täglichen Informationsflut zu schnell und oberflächlich sei. Eine typischer „Todschlagsatz für Gedichte ist die Frage, was uns der Autor mit dem Gedicht sagen wolle. Ich denke beim Schreiben nicht an den Leser, sondern an das Gedicht“, kritisiert Petsos.

Florian Putz


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