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In Plettenberg-Landemert gibt es so gut wie keine Internetverbindung

18.07.2013 | 07:40 Uhr
In Plettenberg-Landemert gibt es so gut wie keine Internetverbindung
Auch beim Ortstermin machte Dirk Thomee deutlich, wie sehr sich die Landemerter Internet wünschen. Die einzige Hoffnung: Ein Signal per Funk.

Plettenberg.  Im Dorf Landemert, das zu Plettenberg gehört, müssen viele Menschen ohne Internet auskommen. Es gibt keine DSL-Verbindungen und auch nur wenige, veraltete ISDN-Anschlüsse. Ein Kabel kann nicht verlegt werden, weil die Entfernung zu groß ist. Die einzige Hoffnung: Ein Signal per Funk.

Für viele Bürger ist es inzwischen unvorstellbar, ohne das Internet auszukommen. In Landemert aber ist das Realität; im ganzen Dorf gibt es so gut wie keine Verbindung ins "World Wide Web" . Geht es nach Dirk Thomee, soll das schleunigst geändert werden.

Von einer schnellen Verbindung über DSL können die Landemerter nur träumen. Selbst die inzwischen veralteteten und langsamen ISDN-Verbindungen sind rar gesäht. "Es gibt drei oder vier ISDN-Anschlüsse im ganzen Dorf", führte Dirk Thomee ergänzend zu seinem Antrag im Rat aus. Die restlichen Dorfbewohner haben keinen Zugang ins Internet. "Das ist auch ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, Wohn- oder Gewerbeflächen zu vermieten", sagt Thomee. Denn wer will schon freiwillig auf das Medium der Neuzeit verzichten?

Ähnliche Probleme in der Gemeinde Wiblingwerde

Wolfgang Rothstein, SPD-Ratsmitglied, hat sich vorgenommen, dem Tal der Ahnungslosen, wie er Landemert nennt, zu helfen. Er ist der TKG beigetreten, der Telekommunikations-Gesellschaft Südwestfalen mit Sitz in Meschede. Das Unternehmen versorgt Kreise in der Region über ein Breitband-Richtfunknetz mit Telefon und Internet - und hat nun versichert, auch Landemert zu versorgen. "Wir sind da in Gesprächen", versicherte Rothstein. Allerdings soll es technisch "unglaublich schwierig sein, weil Landemert topographisch sehr schlecht gelegen ist". Ähnlich ergeht es auch der Gemeinde Wiblingwerde, die aufgrund ihrer Höhenlage ebenfalls kaum Internetanschlüsse hat.

Sendemasten strahlen nicht nach Landemert

Was gibt es für Möglichkeiten? Ein Kabel zu verlegen, wäre zu teuer, weil die Entfernung zu groß ist, sagte Bürgermeister Klaus Müller im Rat. Sendemasten, zum Beispiel vom Saley, strahlen nicht nach Landemert. Wobei per Funk noch Hoffnung besteht. Mit dem Hubsteiger des Bauhofs haben die Landemerter bereits versucht, ein Signal zu bekommen. Jetzt soll das Ganze nochmal mit der Feuerwehr-Drehleiter versucht werden. Hoffnung macht ein Sendemast auf Finnentroper Gebiet. "Vielleicht könnte man das Signal verstärken, sodass es Landemert erreicht", hieß es im Ausschuss. Dadurch könnte eine Internetverbindung hergestellt werden.

Jan Hendrik Marl, SPD, brachte einen völlig neuen Gedanken ins Spiel. "Man könnte das Funkfeuer am Helfenstein durch einen LTE-Mast ersetzen." Flugzeuge würden heutzutage ohnehin per GPS fliegen, sodass das Funkfeuer nicht mehr benötigt werde.

Wie auch immer eine Internetverbindung am Ende zustande kommt. Dirk Thomee betonte: "Wir müssen da hundertprozentig hinter stehen und dürfen das Thema nicht auf die lange Bank schieben." (sep)

Kommentare
19.08.2013
19:53
Laut Telekom DSL-Verfügbarkeitskarte
von Polterer | #10

kann man da DSL ordern.

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8199523
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http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-plettenberg-und-herscheid/das-tal-der-ahnungslosen-id8199523.html
2013-07-18 07:40
Plettenberg,Landemert,Internet,ISDN,Anschluss,DSL, Wiblingwerde
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