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Ausbildungsbörse

Beste Chancen auf Ausbildungsplatz

29.09.2012 | 08:00 Uhr
Beste Chancen auf Ausbildungsplatz
Busseweise wurden über 500 Schüler der 9. und 10. Klassen der Plettenberger Schulen zur Schützenhalle gefahren: 50 Aussteller präsentierten den Jugendlichen Ausbildungs- und Berufsperspektiven bei der Berufsbörse. Mitorganisator Christian Rentrop begrüßte die Schüler.Foto: Hendrik Schulz

Plettenberg. Mittlerweile ist die Ausbildungsbörse fast schon ein Selbstläufer. Die Schulen bereiten die Veranstaltung vor und nach, die Schüler der 9. und 10. Klassen werden getaktet mit Bussen zur Schützenhalle gefahren, nach 90 Minuten abgeholt, um Aussteller müssen sich die Organisatoren vom Stadtmarketingverein auch nicht groß bemühen: Rund 50 Unternehmen und Institutionen warben gestern um die über 600 Schüler der Haupt- und Realschulen.

Viele Chefs setzen inzwischen auf ihre Auszubildenden als Standbesatzung, etwa Christian Rentrop. „Viele Schüler kennen die noch. Sie können auch authentischer erzählen, wie es im Betrieb läuft“, sagt der Unternehmer. Dominic Schröder und Florian Geck, im zweiten Lehrjahr als Werkzeug- bzw. Industriemechaniker bei Seissenschmidt, haben sogar eine Jugendvertretung, an die sie sich bei Pro­blemen jederzeit wenden können, „egal was, Berufsschule, Familie, die kümmern sich“, sagt Dominic. Außerdem sei das Betriebsklima super. „Es ist schön, wenn die Chefs einem so weit vertrauen, dass man auch mal alleine arbeiten kann.“ Obwohl bei Seissenschmidt angestellt, betreuen die beiden den Stand der Lehrwerkstätten Ausbildungsgesellschaft Mittel-Lenne. „Wir haben ja keine eigenen Azubis, aber wir betreuen sie schließlich vom ersten bis zum letzten Tag“, so Ausbilder Stefan Möwers.

„Man muss nicht alles wissen“, beschreibt Christian Rentrop seine Vorstellungen von einem guten Azubi. Als Unternehmer sucht er Leute mit guten Noten, die vielleicht einmal Meister werden, genauso wie zuverlässige Facharbeiter. Da kommt es nicht auf Bestleistungen an, „aber Interesse, kon­struktive Neugier und die Bereitschaft zu lernen sind wesentlich.“

Wer diese Eigenschaften besitzt, der hat auch beste Chancen, in Industrie und Handwerk unterzukommen. Und auch für Gymnasiasten oder Schüler mit Berufszielen in der Finanz- oder Versicherungsbranche ist es von Vorteil, sich frühzeitig zu informieren und Ansprechpartner zu finden. Verbundstudiengänge, vor wenigen Jahren noch eher die Ausnahme, werden inzwischen von vielen Unternehmen angeboten.

Wettbewerb um Auszubildende

„Die Ausbildungsbörse wird jedes Jahr besser“, findet Bürgermeister Klaus Müller, zumal der Wettbewerb der Firmen um gute Azubis schärfer werde. „Nutzt die Gelegenheit“, rät Mitorganisator Christian Rentrop einer Busladung Schüler im Foyer der Schützenhalle. „An allen Ständen warten die Leute auf eure Fragen, nur deswegen sind die hier.“ Er empfahl vor allem, sich nicht nur über Berufe zu informieren, für die schon Interesse besteht, sondern gerade jene, mit denen man sonst selten in Kontakt kommt. „90 Minuten Besuchszeit waren für viele schon zu kurz.“

Hendrik Schulz


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