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"Wohnhaus aufm Kampe" feierte

30.04.2010 | 05:00 Uhr
"Wohnhaus aufm Kampe" feierte

Drolshagen. Seit fünf Jahren sind die 24 Bewohnerinnen und Bewohner des „Wohnhaus Aufm Kampe” zu echten Drolshagenern geworden, die aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken sind.

Die helle und freundliche Wohnanlage in der Gerhardusstrasse, ermöglicht Wohnen für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten, die durch fachliche Unterstützung und Begleitung, so eigenständig wie möglich leben können.

Pastor Markus Leber konnte in der Pfarrkirche eine ganz besondere Messe zelebrieren, die vom Männerchor Netphen feierlich begleitet wurde. Eltern wollten der Einrichtung mit der musikalischen Darbietung ihres Chores „Danke” für die geleistete Arbeit sagen und das war Ihnen auch geglückt. Gemeinsam lasen die Bewohner die Fürbitten und schon vor dem Gottesdienst wurden Apfelbaumblätter aus Papier verteilt. Auf diesen Blättern konnten die Kirchbesucher ihre Wünsche für das neue Jahr und das Leben notieren.

Während der Messfeier, wurden die beschrifteten Blätter, an dem Apfelbäumchen auf dem Altar, aufgehängt. Im Anschluss an den Gottesdienst pflanzten die Bewohner, mit feierlichem Gesang des Männerchores, auf dem Grundstück des Wohnhauses, den Baum ein.

140 Besucher in Einrichtung

Wie verbunden sich gesetzliche Betreuer, Angehörige, Freunde, ehrenamtliche Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter sich mit der Einrichtung fühlen, zeigte die Teilnahme von über 140 Besuchern.

„Wir sind hier in Drolshagen mehr als zufrieden. Wenn unsere Bewohner im benachbarten Einkaufsmarkt einkaufen gehen, nehmen viele Rücksicht und zeigen Verständnis. Eine ansässige Apotheke hat für Bewohner und Betreuer einen Eisgutschein über 75 Euro gestiftet und das geschenkte Eichenschild der Angehörigen wird auch am Haus seinen Platz finden.

Selbst die Stadt Netphen, deren Männerchor unseren Gottesdienst so wunderbar begleitet hat und aus der eine unserer Bewohnerinnen kommt, hat uns einen Geldbetrag geschenkt,” freute sich Hausleiterin Jutta Schrieber. Die Spende wird eingesetzt für die therapeutische Begleitung unserer Bewohner und kommt gerade dieser Arbeit zugute.

Doch ganz besonders gehen die Mitarbeiter des Wohnhauses mit dem großem Vertrauen um, dass nicht nur die Bewohner, sondern auch und gerade die Angehörigen ihnen entgegen bringen. „Eine Mutter, die ihre Tochter in unsere Obhut gegeben hat, sagte zu uns, jetzt kann ich beruhigt sterben”.

Hohes Maß an Verantwortung

Das ist eine Aussage, die natürlich sehr nahe gehe, aber auch zeige, was für eine große Verantwortung in der Betreuung und Begleitung der Bewohner übernommen wird.

Beim Tag der offenen Tür, bewies eine überaus große Resonanz, dass diese Bemühungen definitiv anerkannt werden.

Zahlreiche Besucher besichtigten die Räume der Wohnanlage und ließen sich zum Abschluss gemeinsam mit den Bewohnern Kaffee und Kuchen schmecken.

Redaktion Olpe

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