Windräder gehören nicht in Naturparks
15.07.2011 | 13:00 Uhr 2011-07-15T13:00:00+0200
Kreis Olpe.Windkraft ja, aber nicht überall: Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Naturpark Ebbegebirge hat sich in einer Sitzung unter Leitung der Vorsitzenden Sigrid Schröder mit dem neuen Windenergie-Erlass der Landesregierung beschäftigt.
Auf Vorschlag des Verbandsvorstehers, Olpes Landrat Frank Beckehoff, beschloss das Gremium eine Resolution zur Errichtung von Windenergieanlagen im Naturpark Ebbegebirge.
Der Zweckverband spricht sich einstimmig dafür aus, „Windenergieanlagen vorrangig in „Windparken“ zu konzentrieren und diese möglichst in geeigneten Randbereichen oder außerhalb des Naturparks zu errichten“. Auf diese Weise könne „das charakteristische Landschaftsbild und die Erholungseignung der Landschaft erhalten bleiben“, heißt es weiter.
Im Übrigen seien bei der Planung entsprechend der Vorrangzonen „die Belange der Naturparke als historische Kulturlandschaften in der Gesamtregion angemessen zu berücksichtigen“.
Eine gleichlautende Resolution, die ebenfalls an die Landesregierung, die heimischen Landtagsabgeordneten sowie Bürgermeister und Landräte der Region gesandt wird, hatte der Naturpark Rothaargebirge bereits in der vergangenen Woche beschlossen.
Hier die Entschließung im Wortlaut:
„Der Zweckverband Naturpark Ebbegebirge befürwortet eine nachhaltige Energiegewinnung und den verstärkten Einsatz regenerativer Energien zur Stromerzeugung.
Dazu gehört neben der Nutzung von Holz als nachwachsendem Energieträger und einer Optimierung der traditionellen Nutzung von Wasserkraft (Pumpspeicherwerke) auch die Errichtung von Windenergieanlagen.
Naturparke sind unverwechselbare Natur- und Kulturlandschaften, die sich aufgrund ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft besonders für die Erholung eignen. Der Naturpark Ebbegebirge bietet aufgrund seiner Höhenlage eine Vielzahl touristisch bedeutsamer Aussichtspunkte.
Bei der Errichtung von Windenergieanlagen ist daher besonders darauf zu achten, dass das charakteristische Landschaftsbild und die Erholungseignung der Landschaft erhalten bleiben.
Daher spricht sich der Zweckverband Naturpark Ebbegebirge dafür aus, Windenergieanlagen vorrangig in „Windparken“ zu konzentrieren und diese möglichst in geeigneten Randbereichen oder außerhalb des Naturparks zu errichten.
Wenn möglich sollten entsprechende Vorrangzonen unter Beachtung der Planungshoheit der Städte und Gemeinden gebündelt werden. Dabei sind die schützenswerten Belange der Naturparke als historische Kulturlandschaften in der Gesamtregion angemessen zu berücksichtigen.“
14:39
Die Verspargelung im Sauerland ist heute unmöglich. So kommt es, wenn jeder sein Süppchen kocht. Flächen für leistungsstarke Windparks, fern von der Wohnbebauung, müssen her. Die sollte es auch hier geben. Und die Bürger sollte man am Gewinn beteiligen. Die Einstellung würde sich ändern.
14:39
Das ist eher eine Riesenchance für Waldbesitzer oder Bauern. Mit so einem Ding im Garten kann man sich risikolos gesundsanieren. Die Verbraucher müssen den Strom teuer abnehmen, ob sie wollen oder nicht.
Ich finde gut, das Landrat Beckehoff auch ein wenig ans Landschaftsbild denkt.
21:35
Ich finde es ausgesprochen schade, dass ein vernünftiger Mann wie Landrat Beckehoff sich jetzt als Bremser der Winkraft profiliert. Im Heimatbund, bei CDU-Treffen und jetzt auch hier.
Jetzt kann es doch nur darum gehen, die Windkraft zwar maßvoll, aber deutlcih auszubauen. Dies ist gerade für den Kreis Olpe eine Riesenchance. Diese sollte man nicht vertun.