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Wie Hilsmanns ihren Senf dazu geben

25.10.2010 | 12:00 Uhr
Wie Hilsmanns ihren Senf dazu geben

Drolshagen.In Drolshagen dürfen Volker und Sylvia Hilsmann das Urheberrecht für eine pfiffige Idee  beanspruchen: Seit etwa einem Jahr geben sie im besten Sinn des Wortes ihren Senf dazu - „Sauerland-Senf“ versteht sich.

Die beiden Wahl-Drolshagener mit Dortmunder Wurzeln haben sich mit ihrem alternativ angehauchten Laden am Drolshagener Marktplatz eine Art Lebenstraum erfüllt. Vor etwa 20 Jahren zogen sie nach Bleche und versorgten mit Selbstgemachtem aller Art Märkte und Feste in ganz Deutschland: Obstweine, Gelees und Frucht-Liköre in allen Variationen gehörten ebenso zum Sortiment wie Flechtkörbe und -stühle, die der Hausherr selbst flechtet.

Während sich Volker Hilsmann im Hauptberuf mit Flugzeugfenstern beschäftigt, schulte seine Frau Sylvia zur Industriekauffrau um. Mitte 2008 war es dann soweit: In einer ehemaligen Metzgerei fanden sie den für sich idealen Standort für ihre geschäftliche Selbständigkeit. Holz, Weide und Rattan bestimmen fortan die gemütliche Atmosphäre in dem großzügigen Geschäftsraum, der, mit einem Hauch warmer Terracotta-Farben, auch als kleines Cafe anlockt.

Da sie immer wieder darauf angesprochen und gefragt worden seien, „ob wir auch selbst gemachten Senf hätten“, so erinnert sich Volker Hilsmann, habe man irgendwann „Nägel mit Köpfen“ gemacht. Nach dem gleichen autodidaktischen Muster, nach dem vor Jahrzehnten die ersten Gelees entstanden, stiegen sie in die naturverbundene Senf-Produktion ein, überzeugt, weit und breit die einzige Senf-Manufaktur zu sein.

Bald Maschinen?

„Ich habe mir von einer Senfmühle das gelbe Mehl schicken lassen, und dann ging’s los“, grinst Volker Hilsmann, wenn er an die ersten Gehversuche zurückdenkt. Stück für Stück braute er aus dem Mehl, gemischt mit Essig, Zucker und Salz, die gelbe Paste, die zu nicht wenigen deftigen Speisen hierzulande unverzichtbar ist. Natürlich legt Hilsmann Wert darauf, dass „wir nur naturreines, nicht entöltes Senfmehl benutzen“. Ihrer kreativen Ader folgend, führten die „Senfmacher“ dann die unterschiedlichsten Sorten ein: Curry-Senf, Biersenf, Estragon-Senf, Basilikum-Senf, Kräutersenf und so weiter, und so weiter.

In Sachen „Marketing“ brauchte man nicht lange zu überlegen, welchen Namen man dem „Neugeborenen“ geben wolle: „Sauerland-Senf“ natürlich, denn, so Sylvia Hilsmann: „Viele Kunden suchen etwas Typisches gerade aus unserer Region, oft auch als Geschenk für jemanden.“ Mittlerweile beliefert die Manufaktur auch Metzgereien und Feinkostläden, und das Interesse für den „Sauerland-Senf“, so strahlt das Paar, wachse ungebrochen.

Kein Wunder, dass Volker Hilsmann über eine technische Aufrüstung nachdenkt. Denn bisher wird alles per Hand erledigt. Selbst das Abfüllen in die Gläser erledigen die naturverbundenen Kaufleute mit einem Spritzbeutel, so, wie man ihn eher aus einer Konditorei kennt, wenn es gilt, Torten mit kunstvollen Verzierungen für’s Auge aufzuhübschen.

Platz genug haben sie jedenfalls, um den Schritt in die ökonomische Neuzeit zu wagen. Dort, wo früher Schweinehälften vom Haken herabhingen, könnten künftig Rühr- oder Abfüllmaschinen ihren Dienst tun. Ob neben dem würzigen Senfduft dann aber noch die typische Tante-Emma-Laden-Atmosphäre den Laden ausfüllt, sei dahingestellt.

Josef Schmidt

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Kommentare
25.12.2010
08:21
Wie Hilsmanns ihren Senf dazu geben
von Sylvia Hilsmann | #2

Fröhliche Weihnachten

Ein Jahr neigt sich dem Ende und wir möchten uns auf diesem Wege für das Vertrauen bedanken, dass Sie uns und unseren Produkten entgegengebracht haben.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

Gesundheit, Glück und Erfolg sollen Ihre ständigen Begleiter sein.


Volker und Sylvia Hilsmann

Korb & Leder
Annostraße2
57489 Drolshagen
02761/7529039
www.sauerlandsenf.de

27.10.2010
17:02
Wie Hilsmanns ihren Senf dazu geben
von OjeOje | #1

Alles gut und schön. Aber in der Druck Ausgabe der WP war ein Bild, bei der die Chefin in Straßenkleidung, mit offenen Haaren und mit Schmuck bei der Arbeit zu sehen war. Auch wenn das Foto für die Presse nur gestellt war, es handelt sich um ein Lebensmittelbetrieb und da herrschen strenge Vorschriften.

Skandalöser ist es aber noch wenn ein Bäcker aus Kirchhundem einen Gottesdienst in seiner Backstube feiert.... da fällt einem gar nichts mehr zu ein...

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