Tanja Tschöke wird Leiterin der Geschwister-Scholl-Schule in Schönau
09.02.2012 | 18:05 Uhr 2012-02-09T18:05:00+0100
Schönau. An der Förderschule in Schönau hat sich einiges getan. Tanja Tschöke wird nach den Osterferien neue Leiterin der Geschwister-Scholl-Schule in Schönau. Die 36-Jährige war bislang Konrektorin an der Wilhelm-Busch-Förderschule in Hemer.
„Die Aufarbeitung der Vorgänge an der Förderschule in Schönau ist auf einem guten Weg“, so Dr. Christian Chmel, Sprecher bei der Bezirksregierung Arnsberg. Der eingesetzte Ombudsmann, Thomas Gödde, habe bereits erste Gespräche mit Schülern, Eltern und Lehrern geführt, die Zahl der Lehrkräfte sei der tatsächlichen Schülerzahl angepasst worden und die disziplinarrechtlichen laufen weiter.
Mit Wirkung zum 1. Februar bzw. 1. August 2012 seien in Wenden sechs Lehrkräfte (darunter Teilzeitkräfte und eine beurlaubte Lehrkraft) versetzt bzw. abgeordnet worden. „De facto fallen drei volle Stellen weg. Damit wird die Anzahl der 15 Vollzeitstellen an die tatsächliche Zahl von 78 Schülern angepasst, nachdem von der früheren Schulleiterin mehr Schüler und Schülerinnen als vorhanden gemeldet worden waren“, so Chmel.
Dieter Lammersdorf, der bislang als kommissarischer Leiter der Förderschule in Schönau tätig war, wird im April wieder als Rektor an die Lindenschule in Weidenau zurückkehren. Seit 1. Februar ist Tanja Tschöke bereits in Schönau tätig und wird derzeit an der Seite von Lammersdorf eingearbeitet. Beide sind derzeit gleichberechtigt. Nach den Osterferien wird Tanja Tschöke die alleinige kommissarische Leitung der Schule in Schönau übernehmen. Die 36-Jährige war Konrektorin an der Wilhelm-Busch-Schule in Hemer, einer Förderschule des Märkischen Kreises für Emotionale und Soziale Entwicklung. Die zweifache Mutter sitzt als stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Grüne im Rat Lüdenscheid, ist dort zudem Mitglied im Schulausschuss.
In der vergangenen Woche hat Thomas Gödde in Schönau dem Lehrerkollegium sowie der Eltern- und Schülerschaft seine Rolle erläutert. Er hat lange in einer Schulberatungsstelle gearbeitet und weiß, „wie wichtig Vertraulichkeit als Grundlage eines jeden Beratungsgesprächs ist“. Gödde: „Zentrale Voraussetzung, um das Vertrauen der Betroffenen zu gewinnen, ist meine Unabhängigkeit und insbesondere meine Schweigepflicht - solange die Betroffenen diese wünschen. So sollen auch Beschwerden von Menschen Gehör finden, die im Fall der Förderschule Schönau Bedenken haben, sich direkt an die Behörden zu wenden.“
Zu erreichen ist Thomas Gödde unter Telefon: 02931-823198 oder per E-Mail:
thomas.goede@bra.nrw.de).
Und so können ihn Betroffene kontaktieren:
Option 1: „Der Anrufer möchte sich mit mir beraten oder das Geschehene gemeinsam mit mir einordnen, um später zu entscheiden, ob er sich beschweren möchte. Dann bleiben der Inhalt des Gesprächs und persönliche Daten bei mir und werden nach Abschluss meiner Aufgabe vernichtet.“
Option 2: „Jemand will sich z. B. über das Verhalten einer Lehrkraft beschweren, aber nicht genannt werden. Dann würde ich die Inhalte des Gesprächs anonymisiert an zuständige Stellen weitergeben. Der Anrufer erhält allerdings keine Rückmeldung über die Konsequenzen seiner Beschwerde. Anonyme Beschwerden haben natürlich nicht das gleiche Gewicht wie Beschwerden, bei der alle Informationen vorliegen.“
Option 3: „Eine Beschwerde soll an die zuständigen Stellen mit Namensnennung weitergegeben werden. Dies würde ich dann im Auftrag des Anrufers tun. Er würde nach Abschluss des Verfahrens durch die Bezirksregierung informiert, welche rechtlichen Folgen seine Beschwerde hatte.“
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