Olper Stadtrat erneuerte das Agatha-Gelübde
05.02.2012 | 15:50 Uhr 2012-02-05T15:50:00+0100
Olpe.(beng) Am gestrigen Sonntag, dem Gedenktag der Heiligen Agatha von Catania, erneuerten der Bürgermeister und der Rat der Stadt Olpe wie in allen Jahren zuvor in einem festlichen Hochamt in der St. Martinus Kirche das Agatha-Gelübde in althergebrachter Form.
„Das Jubiläumsjahr der Stadt Olpe liegt hinter uns. Manche wichtigen Ereignisse in den 700 Jahren haben mit der Martinus Kirche zu tun, sind mit und in ihr verankert. Mittendrin das Jahr 1665, in dem genau an diesem Ort erstmals das Agatha-Gelübde gesprochen wurde“, erinnerte Pfarrer Clemens Steiling an eine Zeit, in der die Folgen des verheerenden Stadtbrandes von 1634 und des 30-jährigen Krieges noch zu spüren waren, in der die Menschen schwere Aufbauarbeiten leisteten, ohne Garantie auf den Bestand des Geschaffenen zu haben.
Dennoch vertrauten sie auf Gottes Hand in dem Bewusstsein, dass das Leben ganz wesentlich auch ein Geschenk ist. Die alljährliche Erneuerung des Gelübdes sei „kein Historienspektakel“, sondern eine im wahrsten Sinne des Wortes echte, von Grundwerten getragene Tradition.
Die Kraft, den eigenen Weg zu gehen, wie die heilige Agatha im Vertrauen auf Gott den ihren ging, sowie der Frieden für die Menschen und die Welt standen im Blickpunkt des Gottesdienstes. Der Kirchenchor St. Martinus begleitete die Feier mit Stücken aus der großartigen „Messe brève“ des tief religiösen französischen Komponisten und Kirchenmusikers Charles François Gounod.
Gefolgt von Betstunden und der abendlichen Festpredigt, die in diesem Jahr dem Geistlichen Rat Pfarrer i.R. Norbert Neu oblag, fand die „äußere Feier“ des Agatha-Tages mit der Prozession ihren Abschluss.Foto: Engel
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