Mitreißendes Konzert
16.03.2009 | 18:19 Uhr 2009-03-16T18:19:00+0100Ottfingen/Wenden. (baka) Hubert Messinger, Anton Bröcher, Ernst Fischer und Peter Stock wären am Samstagabend mit Sicherheit sehr stolz auf die Musikerinnen und Musiker gewesen, die in der Aula der Konrad Adenauer Schule ein wunderbares, mitreißendes Konzert gaben. 1959 haben diese vier musikbegeist
50 Jahre später, zeigte der Verein unter der Leitung seines jungen Dirigenten Volker Biwer ein mehr als beeindruckendes Jubiläumskonzert in der Aula des Schulzenrums in Wenden. Vorsitzender Helmut Eichert konnte sich bei der Begrüßung über ein „volles Haus" freuen und ließ ein wenig die Vereinsgeschichte Revue passieren.
Dirigent mit Talent
zum Moderator
Vor drei Jahren hat Volker Biwer das Dirigat von Werner Siedenstein übernommen und bewies jetzt nicht nur sein Talent als Dirigent, sondern auch als humorvoller Moderator. Mit einem beschwingten „Geburtstagsständchen", dem Florentiner Marsch, eröffneten die bestens aufgelegten Musikerinnen und Musiker ihr Jubiläumskonzert.
Eindrucksvoll bewiesen die Ottfinger dann, dass sie beileibe nicht nur in der Marschmusik zu Hause sind. Die Ouvertüre aus der Oper „Nabucco" von Giuseppe Verdi mit ihrem tragenden Beginn zog die Zuhörer in ihrem Bann. Dramatisch, sich kraftvoll steigernd, fesseln die Töne, ehe die choralähnliche Melodie des Knabenchores erklingt, die für viele Italiener zur heimlichen Nationalhymne geworden ist. Diese mitreißende Spielfreude der Musiker wurde mit langem Applaus belohnt.
Kraftvoll und melodisch ließ der Marsch „Frühlingskinder" keinen Platz für Frühjahrsmüdigkeit. Es wurde spannend und mysteriös, als die Musiker und Biwer die unsterbliche Filmmusik von John Williams auf die Bühne brachten. Fröhlich und kunterbunt tummelten sich Micky Maus, Donald Duck und der große böse Wolf mit den kleinen Schweinchen musikalisch bei „Disney Fantasy".
Heißblütige Musiker
Dann setzten die Musiker „noch einen drauf". Von wegen besonnene und ruhige Sauerländer: Heißblütig und feurig erwachte Lateinamerika in Wenden. Bei „El Cumbanchero" zog das Schlagzeugregister zur Begeisterung des Publikums wirklich alle Register. Erst nach „Preußens Gloria" und langem stehenden Applaus durften der Musikverein „Treue” von der Bühne.
Im zweiten Teil des Konzertes zeigte sich, woher der Ottfinger Dirigent sein Können hat. Der Musikverein „St. Remigius Kirf” ist der Heimatverein von Volker Biwer. Die vielen Musiker waren extra 300 Kilometer angereist, um den zweiten Teil des Jubiläumskonzertes außerordentlich abwechslungsreich zu gestalten.
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