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Diskussionsabend

Kleine Rente und große Schulden

18.09.2012 | 17:00 Uhr
Kleine Rente und große Schulden
Zeigen Wege aus der Schuldenfalle auf (von links): Karin Blumentrath (Mehrgenerationenhaus Olpe) und Tanja Antekeuer-Maiworm, Seniorenbeauftragte der Stadt Olpe (hinten) sowie Anne Szymczak und Sylvia Rogall von der Verbraucherzentrale.Foto: Michael Alexander

Olpe. Das Thema ist brisant - und wird ständig brisanter: Wer vom Berufsleben ins Rentnerdasein wechselt, muss plötzlich mit einem Bruchteil seiner früheren Bezüge über die Runden kommen. Da ist der Weg in die Verschuldung oft vorprogrammiert. Wie man aus dieser Falle wieder heraus kommt und wie man erst gar nicht hinein tappt, erläutern vier Fachfrauen am 25. September im Mehrgenerationenhaus Olpe auf.

Anne Szymczak, Leiterin der Verbraucherzentrale in Lennestadt, und ihre Kollegin Sylvia Rogall zeigen ab 18 Uhr im Gespann mit der Olper Seniorenbeauftragten Tanja Antekeuer-Maiworm und Dipl.-Sozialarbeiterin Karin Blumentrath vom Mehrgenerationenhaus auf, wie schnell nicht nur Senioren in die finanzielle Bredouille geraten können. „Viele meinen, alles im Griff zu haben, doch das ist oft nicht der Fall“, weiß Sylvia Rogall. Und wenn das Geld dann vorne und hinten nicht mehr reicht, „trauen sie sich meist nicht, darüber zu sprechen“.

Immer wieder tragen auch windige Angebote von Unternehmen zum finanziellen Desaster bei. „Verschiedene Telekommunikationsfirmen haben spezielle Angebote für Senioren, die statt der zugesagten 10 Euro im Monat plötzlich 100 Euro kosten“, berichtet Anne Szymczak.

Die explodierenden Energiekosten sind ein weiteres Ärgernis. Doch vor einem Wechsel des Stromanbieters schrecken viele Senioren zurück. Anne Szymczak: „Wir geben Tipps, was bei einem Wechsel zu beachten ist.“ Und auch das ist gang und gäbe im Kreis Olpe: Windige Vertreter schieben ahnungslosen Menschen Verträge unter, die sie gar nicht benötigen. Und die abgezockten Opfer? „Sie schämen sich, in die Beratung zu kommen“, sagt die Chefin der heimischen Verbraucherzentrale.

Doch kein Fall sei hoffnungslos, macht Schulden- und Insolvenzberaterin Sylvia Rogall Mut: „Zu spät ist es nie.“

Karin Blumentrath vom Mehrgenerationenhaus Olpe und die Olper Seniorenbeauftragte Tanja Antekeuer-Maiworm haben bereits mehrere Diskussionsveranstaltungen zum Thema „Leben im Alter“ gemeinsam organisiert. Am 25. September sind aber nicht nur Rentner angesprochen. Denn wer sich rechtzeitig mit dem bevorstehenden finanziellen Abstieg auseinander setzt, kann sich viel Ärger ersparen.

Von Michael Alexander



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