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Handel verzeichnet keine Umtauschwelle

02.01.2015 | 17:16 Uhr
Handel verzeichnet keine Umtauschwelle
Auf den Einkaufsstress vor Weihnachten folgt die große Umtauschwelle, lautet das Klischee.Der Einzelhandel im Kreis Olpe spricht übereinstimmend von sehr wenigen Umtauschen.Foto: Michael Korte

Kreis Olpe. Zuerst hat der Einzelhandel wochenlang Stress mit dem Weihnachtsgeschäft, dann rollt nach dem Fest die große Umtauschwelle auf die Geschäfte zu. Dieses alte Klischee trifft – zumindest in diesem Jahr und im Kreis Olpe – nicht zu. Ein kleine Umfrage bei Einzelhändlern verschiedener Branchen im Kreis brachte das übereinstimmende Ergebnis: Umtausch spielt an den Tagen „zwischen den Jahren“ keine dominierende Rolle in den Geschäften.

Peters Enders von Mode Maiworm in Olpe mit Filialen in Attendorn, Plettenberg und Meinerzhagen zeigt sich „überrascht, wie wenig Umtausche es in diesem Jahr gibt“. Vielleicht, so mutmaßt er, habe das schlechte Wetter einige Kunden bisher noch davon abgehalten, Umtausche zu tätigen. Deutlich zu erkennen sei aber, dass „unsere Kunden sehr gezielt einkaufen und über bessere Informationen über Wünsche und Größen verfügen als in den Jahren zuvor. „Manchmal stimmt eine Größe nicht, dann wird eins zu eins umgetauscht“, so Peter Enders.

Kaum noch defekte Ware

Dessen Einschätzung bestätigt Ralf Cordes vom Haushaltswaren- und Spielzeuggeschäft Norbert Cordes in Altenhundem voll. Auch hier ist die Zahl der Umtausche sehr gering und zu erkennen, dass sehr zielgerichtet gekauft werde. Das treffe sowohl auf den Bereich Spielzeug wie auf die Haushaltswaren zu. Das Internet biete heute allerdings auch jede Menge Möglichkeiten, sich zu informieren. Und da sich die Qualität der Ware stetig verbessere, gebe es auch so gut wie keine Umtausche von defekten Artikeln.

Das bestätigt Thomas Corte, Geschäftsführer des Elektronikfachmarktes Euronics XXL in Attendorn. Auch hier sind Umtausche „Mangelware“ und werden im Fall des Falles schnell und unkompliziert gehandhabt. Allerdings habe man auch eine sehr große Zahl von Gutscheinen verkauft, die die Umtauschgefahr naturgemäß ausschließen.

Selbst im sensiblen Bereich Parfümerie verzeichnet Ursula Reinartz-Eiden von Aurel mit zehn Filialen nur ganz wenige Umtausche. Auch hier scheinen die Männer mittlerweile das richtige Näschen zu haben. Oder sie haben ebenfalls gleich Gutscheine gekauft, die jetzt in den Geschäften verstärkt eingelöst werden.

DHL sieht Situation gelassen

Bleibt noch die Frage, wie es im umtauschträchtigen Onlinehandel aussieht. Während der Paketdienstleister Hermes rund um den Jahreswechsel mit einer Welle von einer halben Millionen Retouren und an Spitzentagen mit einem doppelt so hohen Aufkommen wie normal rechnet, sieht Thomas Kutsch, Pressesprecher bei der Post-Tochter DHL, die Situation gelassen. Bis Heiligabend hätten die Mitarbeiter richtig Stress gehabt, da sei mit bis zu acht Millionen Sendungen an Spitzentagen die dreifache Menge des normalen Aufkommens zugestellt worden. Dagegen sei die Situation jetzt eher harmlos.

Allerdings gibt es bei DHL keine spezielle Statistik über das Aufkommen an Retouren, die müsse man bei den großen Onlinehändlern erfragen.

Peter Plugge

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2015-01-02 17:16
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