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Gut bis sehr gut für die „Hakemicke“

02.02.2012 | 17:04 Uhr
Gut bis sehr gut für die „Hakemicke“
Der Olper Schulausschuss bei einer Besichtigung der Hakemickeschule: Die Schulleitung stellte dem Ausschuss in dieser Woche die Ergebnisse der Qualitäts-Analyse vor.

Olpe.Alles im „blau-grünen Bereich“ lautete das Fazit im Olper Schulausschuss, nachdem die Qualitäts-Analyse für die Hakemicke-Hauptschule vorgestellt worden war: Schulleiterin Claudia Limper-Stracke hatte ihre Konrektoren Stefan Huppertz und Christian Otto mitgebracht, um den Politikern das gut bis sehr gute Ergebnis zu präsentieren.

Qualitäts-Analysen, so Limper-Stracke, gebe es seit 2007, sie seien die Konsequenz aus dem „PISA-Schock“ und würden eine Schule sehr in Anspruch nehmen. Nicht weniger als 59 Unterrichtsbesuche einer mehrköpfigen Prüfungskommission hätten Lehrer und Schüler über sich ergehen lassen müssen.

Bewertet wurde mit vier „Noten“ bzw. Farben: blau für vorbildlich (Kategorie 4), grün für „eher stark als schwach“ (3), gelb für „eher schwach als stark“ (2) und rot für „erheblich entwicklungsbedürftig (1).

Das Gute vorweg: Die Prüfer erteilten der Hakemicke-Hauptschule elfmal die BestFarbe „blau“ und 14mal die zweitbeste Farbe „grün“.

Als besondere Glanzpunkte wurden von den Prüfern die Leseförderung herausgehoben, die Schülerberatung, die Organisation und Durchführung der Praktika und die Kooperation mit außerschulischen Partnern, was die Rektorin mit den Worten: „Wir holen Olpe in unsere Schule“ auf den Punkt brachte. Aber auch die personelle Führung erhielt die Bestfarbe bzw. -note.

Lediglich in der Disziplin „Individuelle Förderung“, also der Förderung jedes einzelnen Schülers im Unterricht sahen die Prüfer einen Nachholbedarf. Darauf, so Limper-Stracke, habe man sofort reagiert: „Wir haben diese Hausaufgabe angenommen“, eine Steuergruppe beschäftige sich bereits mit dem Thema.

Ähnlich gut schnitt die Schule bei den Lernstandserhebungen ab: Bei 21 Erhebungen schnitt man 13mal besser ab als der Durchschnitt, 8mal gleich gut.

Besonders gründlich schauten die Prüfer dabei in den Fremdsprachen, Deutsch, Mathe und den Naturwissenschaften hin.

Alles in allem konnte Limper-Stracke sich freuen: „Die Hakemicke-Schule habe besser abgeschnitten als 75 Prozent aller bisher überprüften Schulen.“

Nach den monatelangen zum Teil hitzigen Diskussionen ließ die Schulleiterin die Gelegenheit nicht ungenutzt, noch einmal Grundsätzliches zur Schullandschaft zu sagen: So sei die Sekundarschule „eine Schulform, die aus Sicht unserer Eltern längst überfällig war.“ Die Eltern fänden es „unsäglich“, dass schon nach vier Schuljahren getrennt werde.

Ausdrücklich warnte Limper-Stracke vor den Folgen von Überforderung: „Kinder können sich am besten entwickeln, wenn sie Aufgaben bekommen, die sie auch meistern.“ Für die Zukunft appellierte sie, Migrantenkinder deutlich stärker zu fördern. Mit der Sekundarschule würden die Stärken mehrerer Schulformen gebündelt: „Nichts wird platt gemacht. Es wäre aberwitzig, Stärken, die da sind, auf der Strecke zu lassen.“

Josef Schmidt

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