Großer Sitzungsball der Kolpingsfamilie Olpe
13.02.2012 | 12:53 Uhr 2012-02-13T12:53:00+0100
Olpe.Wenn der Elferrat der Kolpingsfamilie Olpe zum Großen Sitzungsball ruft, dann platzt die Stadthalle aus allen Nähten, sind beste Laune und Humor Trumpf. Kein Zweifel, er gehört zu den Höhepunkten im hiesigen Karneval und wurde auch in der 30. Auflage seinem Ruf vollends gerecht.
Unter dem Sessionsmotto „Ohne Eile hier verweile“ versprach Ulrich Schneider, 1. Vorsitzender und Präsident, ein Rundum-Sorglos-Paket. Die Zeit verging wie im Flug. Unter der Leitung von Sitzungspräsident Joachim Rödder ließen sich die mit Vielfalt und Fantasie kostümierten Närrinnen und Narren nur zu gerne mitnehmen auf eine bunte Reise durch ein gut fünfstündiges, dichtes Programm.
Dabei setzten die Veranstalter auf lokales Kolorit und ihr hausgemachtes Konzept mit vielen Eigengewächsen sowie Darbietungen aus der doch irgendwie liebgewonnenen Stadt Attendorn. Neben der Prinzengarde aus Neu-Listernohl und dem Fanfarenzug Attendorn hatte in diesem Jahr erstmals die Prinzengarde Attendorn Gelegenheit, ihr eindrucksvolles Können zu zeigen. Dass die Hansestädter so einiges drauf haben, bewiesen nicht nur die Rufe nach Zugabe aus dem Publikum.
Dem standen die hauseigenen Garden, Tänzerinnen und Tänzer des Kolping-Elferrats in nichts nach. Allen voran Kinderfunkenmariechen Laura Hennecke, die nach dem Einzug des Elferrats mit Prinz Ralf II. (Eggemann) und den Garden mit ihrem Soloauftritt das Bühnenprogramm eröffnete.
Die schlumpfigen Sternschnuppen zeigten, dass es mit dem Nachwuchs bestens bestellt ist, die Tanzsterne versprühten ihre überaus charmanten Funken und die Prinzengarde brachte mit viel Rhythmus im Blut nicht nur die Bühnenbretter zum Beben. Umso mehr, als dass sie sich als wendige Wetterprophetinnen präsentierten: Düstere Wolken über Attendorn, heiterer Sonnenschein in der Heimatstadt. Fehlen durften auch nicht die „Hurricans“, die in ihrer offenen Art demonstrierten, was so alles an ihnen dran ist.
Besondere Ehrung für Ingrid Burghaus
Dazu die „Hellige Knäächte un Mägde“, die älteste Traditionstanzgruppe im Kölner Karneval seit 1823, sowie die KG Rot-Weiß Denklingen mit Dreigestirn und Burggarde, die bereits zum dritten Mal in der Kreisstadt gastierten.
Eine besondere Ehrung erwartete Ingrid Burghaus. Sie trainiert seit 25 Jahren das Kinderfunkenmariechen. Schön, dass an diesem Abend neben Laura Hennecke fünf von ihnen mit auf der Bühne standen: Stefanie Voss, Nadine Voß, Franziska Imhäuser, Paula Liese und Anna Quast. Sie alle sind noch aktiv dabei und „stolze Tänzerinnen unserer Garden“, so Joachim Rödder. Leider nicht da waren Natalie Burghaus, Heike Kieserling und Carolin Hundt.
Was wäre eine närrische Sitzung ohne das gesprochene Wort. „2 Rotkreuzler“ alias Ingrid und Heribert Burghaus, „Joe Pieper“ (Beppo Brüser), „Doof Nuss“ (Robert Quast) und „Ein Ölper“ (Thomas Feldmann) fuhren schweres Büttengeschwader auf. Sie interpretierten auf humoristische Art das Leben, die Liebe und das Ego, die holde Zweisamkeit, Olper Gesichter und das Weltgeschehen. Dabei bekam ein Mann ein besonders Lob: „Ein Ölper“ hatte doch gemerkt, dass in Griechenland die Regierung öfter wechselt. Alles Papas! Erst Papandreou, nun Papademos. Er sei für Papa Samos (Gott hab ihn selig!), worauf es vom Publikum tosenden Beifall gab.
Frohsinn verbreiteten in längst bewährter Manier die „Lustigen Pannenklöpper“, die mit ihren Liedern zum Mitsingen und Mitschunkeln Olpes gute Stube in ein Tollhaus verwandelten. Mit allen Akteuren auf der Bühne fand das großartige Programm sein Finale. Dann übernahm die Tanzband „SAM“ die überaus gut gelaunten Besucher.
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