Generaloberin ermuntert
04.10.2011 | 18:00 Uhr 2011-10-04T18:00:00+0200Drolshagen.(nivo) „Ein Umzug bringt immer aufregende Gefühle und Situationen mit sich“, ermunterte die Generaloberin der Franziskanerinnen, Schwester Magdalena, die acht Bewohner der neuen Außenwohngruppe „Paulina“, positiv in die Zukunft zu blicken.
Schwester Magdalena hob bei dem vollzogenen Umzug von Sondern nach Drolshagen die offenen Herzen, mit denen die Kinder und Mitarbeiter empfangen wurden, und die gute Unterstützung der Stadt Drolshagen hervor. Die Generaloberin blickte noch kurz zurück in die Gründungsgeschichte der stationären Versorgungsmöglichkeiten, bevor sie ein Bild von Ordensgründerin Maria Theresia Bonzel überreichte.
Magdalena Knäbe, Leiterin des Josefshauses, zu dem die Außenwohngruppe gehört, sagte, dass Krankheit, Arbeitslosigkeit und die steigende Zahl Alleinerziehender Gründe für den steigenden Bedarf an Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe seien. Das Alter der zu betreuenden Kinder sei von 13,5 auf 11,5 Jahre gesunken. Knäbe machte deutlich, dass es wichtig sei, die Familien mit einzubeziehen.
Im Kreis Olpe wurden in den 15 Jahren insgesamt 11 Außenwohngruppen eingeweiht. Die Prinzipien seien neben erzieherischen und pädagogischen Maßnahmen Inklusion und Normalität.
Der stellvertretende Bürgermeister Andreas Wigger lobte: „Ihre Arbeit ist ein Gewinn für die Stadt und die Bürger und in erster Linie für die Kinder. Wir brauchen solche Einrichtungen als Stützen für die Gesellschaft.“
Die Einsegnung des neuen Hauses, dass die GFO kaufte und nach siebenmonatiger Umbauphase zum neuen Zuhause für acht Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren machte, durch Pastor Markus Leber war am Sonntag nur einer von drei guten Gründen zum Feiern. Von der Gruppe „Paulina“ aus bestand die Möglichkeit, per Shuttle-Bus oder Planwagen in die Gerberstraße zu fahren. Dort startete erstmals das gemeinsame Projekt „Integrative Familienhilfe“ des Josefshauses und des Katholischen Jugend- und Familiendienstes „AufWind“ Attendorn. Das Projekt stellt eine besonders intensive Form der Hilfe zur Erziehung für Familien und Alleinerziehende mit Kindern dar. Diese durchlaufen über einen Zeitraum von sechs Monaten einen Wechsel von stationären und ambulanten Phasen, in denen Eltern- oder Elternteile neue Handlungsmöglichkeiten mit dem Ziel der eigenständigen Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder im Alltag erlernen können.
Zudem blickte die Gruppe „Jonathan“ im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ auf ihr zehnjähriges Bestehen zurück. An allen drei Standorten gab es ein abwechslungsreiches Programm für die Kinder und kulinarische Versorgung für alle Besucher.
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