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„Between the Days“

Fünf Bands mixten guten Musik-Cocktail

02.01.2012 | 17:17 Uhr
Fünf Bands mixten guten Musik-Cocktail
Unplugged in Olpe: "Nepomuk" aus Attendorn rockte mit Akustik-Sound die Bühne.

Olpe.(beng) Alle Jahre wieder … rockt es in der Kulturkiste Olpe zum Jahreswechsel. In diesem Jahr bebten zum 35. Mal die Bühnenbretter. Ein recht stattlicher Geburtstag. Die Macher nehmen es gelassen. „Between the Days“ ist eben jedes Jahr etwas Besonderes.

Mit guter Stimmung, guter Musik und einem guten Publikum. Das Gesamtpaket stimmte wieder einmal. Innerhalb von sechs Stunden bekamen die Festivalbesucher, die von Anfang bis Ende durchhielten, fünf Bands auf zwei Bühnen zu sehen. Ein gut gemischtes Line-up, was seit jeher zur Rezeptur der Veranstalter gehört. In diesem Jahr: Rock, Funk, Pop, Rock-n-Roll von den Britischen Inseln über das Rheinland und das Ruhrgebiet bis in heimische Gefilde.

Geheimtipp

Wer der wirkliche Headliner des Abends war, lässt sich schwerlich sagen. Sicher, die schottische Band „The Upbeat Beatdown“ hatte die weiteste Anreise. Zudem sind die fünf Jungs aus den Highlands ein echter Geheimtipp und wissen, wo es nach oben geht. Klaren Heimvorteil hatte „Nepomuk“. Die vier sympathischen Attendorner haben mit ihrem Akustik-Rock beste Aussichten, sich einen vorderen Platz in der Musikszene zu reservieren. In der Kreisstadt zu Hause fühlt sich auch die sauerländische Formation „Nice Crap“, die mit kreativen und energiegeladenen Rhythmen auf der Erfolgsspur fährt. Fetter, resoluter, kompromissloser Metal-Sound kam von „Eradicator“ aus Lennestadt, genau richtig, um auf das Publikum einzudreschen und auf Temperatur zu bringen. Und dann waren da noch die Musiker von „Ghostcatmescaline“ aus der Domstadt Köln, die für die kurzfristig ausgefallenen „Ramonstars“ eingesprungen waren und einen starken Rock-n-Roll-Cocktail servierten.

1977 nahm das Spektakel in der Olper OT seinen Anfang. Der damalige „Arbeitskreis Konzert“ unter der Leitung von Georg Gummersbach und Heinz Brüggemann hatte die Idee, eine Musikveranstaltung für und mit Jugendlichen zu organisieren, nicht ahnend, damit den Grundstein für ein Happening mit Kultstatus zu legen, das bis heute zum unbedingt guten Ton „zwischen den Tagen“ gehört. Aus dem Arbeitskreis wurde Mitte der 1980er Jahre ein eigener Verein: Die „Kulturkiste“.

Kultige Mischung

Was macht „Between the Days“ aber so kultig? Zum einen die klangvolle Mischung. Neben internationalen Acts sind immer Bands aus der Umgebung dabei. Unterschiedlichste Richtungen sorgen für ein abwechslungsreiches Programm, wobei ein Stil ganz oben ansteht: „Es war, ist und bleibt ein Rockfestival“, so Rafael Gummersbach und Andreas Brüggemann, die einst in die Fußstapfen ihrer Väter traten. Immer mit dabei sind sie noch heute. Und damit ist der eigentliche Erfolgsgrund angesprochen. „Man trifft sich“. Jung und Alt, Daheimgebliebene und Weggezogene. Der musikinteressierte Nachwuchs ebenso wie jene, die früher selbst als Musiker auf der Bühne in der OT standen und heute immer noch in der Szene arbeiten, ob als Ton- oder Lichtkünstler in Köln, Berlin, Dortmund oder im Sauerland. Dazu die Freunde und Bekannten vom Jugendzentrum Attendorn und der OT Grevenbrück, die Macher des Immecke Open Airs in Plettenberg sowie alle Fans. Man kennt sich. Hinter den Kulissen ein gut eingespieltes 30-köpfiges Team, das ohne großen finanziellen Background und mit Engagement für einen reibungslosen Ablauf sorgt. Dabei „sind Helfer immer gerne willkommen“, so Jens Mierlich, 2. Vorsitzender der Kulturkiste. Ein Dank gebührt auch der OT, die ihre Räume zur Verfügung stellt und sich „als echtes Jugendzentrum, das lebt“ beweist.

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