Dubioser Hilferuf: „Ich bin im Wald, holt mich hier raus“
01.02.2012 | 17:18 Uhr 2012-02-01T17:18:00+0100
Rahrbach.Mit der Nachtruhe in Rahrbach war es in der Nacht zum Mittwoch früh vorbei. Ein junger Mann aus dem Ruhrgebiet löste einen Einsatz der Polizei aus - weil er sich im Wald verirrt hatte.
Gegen 4 Uhr in der Früh meldete sich der 22-jähriger Bochumer per Notruf bei der Leitstelle der Polizei in Olpe. Er habe sich mit seinem VW Lupo irgendwo im Schnee festgefahren und wisse nicht, wo er sei. Er habe kein Navi, aber sein Handy habe gemeldet, dass er sich irgendwo im Kreis Olpe aufhalte.
Um dem Verirrten bzw. Verwirrten schnell zu helfen, versuchten die Beamten der Leitstelle, mit einer Handy-Ortung den Standort des 22-Jährigen zu ermitteln. Die Ortung ergab, dass er sich im Raum Rahrbach befinden müsste. Mit drei Streifenwagen rückten die Beamten aus, um nach dem jungen Mann und seinem Auto zu suchen. Bei Sonnenaufgang wurde ein Hubschrauber zur Unterstützung herangezogen.
Mittlerweile hatte sich der Bochumer selbst auf den Weg gemacht. Per Handy teilte er der Leitstelle mit, dass er ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Rahrbacher Kreuz“ gesehen habe.
Kurze Zeit später konnten die Beamten im Polizeihubschrauber den Jüngling in der Nähe des genannten Rahrbacher Kreuzes erkennen. Sie lotsten einen Streifenwagen zu der Stelle, und die Polizisten nahmen den Vermissten gegen 9 Uhr wohlbehalten in Empfang. Bleibt die Frage: Warum fährt ein Fremder nachts in einen Wald? Die Polizisten hatten noch weitere „sensible“ Fragen. Denn der junge Mann hatte eine „Alkoholfahne“. Deshalb war nach der Bergung seines Autos erst mal eine Blutprobe fällig.
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