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Die Haare sträuben sich

26.10.2007 | 19:10 Uhr

WR-KOMMENTAR E Von Wolfgang Schneider Verkehrsübungsplätze sind eine gute Sache. Fahrerische Grenzsituationen beherrschen zu lernen, trägt wesentlich zu mehr Sicherheit auf unseren Straßen bei.

Doch wie kann man den Plan schmieden, auf dem Parkplatz in Kirchesohl, direkt am Biggesee, einen Übungsplatz einrichten zu wollen? Sollen Gäste, die von der Autobahnabfahrt die Talsperre ansteuern, bald von quietschenden Reifen und aufheulenden Motoren begrüßt werden? Ist das touristische Werbung für das Südsauerland? Schleuder- und Bremsmanöver statt Wassersport und stiller Erholung? Da sträuben sich mir die Nackenhaare. Hat man in Olpe seit dem Bau der wenig ansehnlichen Bootshäuser am Biggerandweg nichts dazugelernt?

Der Biggesee und seine Umgebung sind ein touristisches Pfund, mit dem man wuchern und das man weiter entwickeln kann und muss. Der Bau eines Verkehrsübungsplatzes gehört da ganz sicher nicht zu den Vorhaben, die die "Marke" Biggesee nach vorne bringen. Ein touristisches Gesamtkonzept muss her.

Ein fader Beigeschmack bleibt angesichts des Vorgehens der Stadtverwaltung. Warum wurden direkt die Planänderungen vorbereitet, statt den Ausschuss vorab über die Pläne des Olper Automobilclubs zu informieren? Dann hätte politisch entschieden werden können, ob das Vorhaben überhaupt gewollt ist. So jedoch hat die Verwaltung bereits 62 Seiten Papier produziert und viele Stunden Arbeit investiert. Effektiv ist das ganz sicher nicht.WR-Bild: th)

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