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Bestattungswald

Debatte über sensibles Thema

02.11.2010 | 15:44 Uhr
Debatte über sensibles Thema
Übergabe der Unterschriften zum ,Bestattungswald'. (v. li.) Wolf Heller, Peter Kühn, Georg Schnüttgen und Horst Müller.

Olpe.Am Donnerstag, 4. November, ist es soweit. Die Olper Stadtverordneten werden in ihrer Sitzung unter dem Tagesordnungspunkt drei darüber entscheiden, ob dem Bürgerbegehren Bestattungswald entsprochen wird oder nicht.

Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Ratssaal des Olper Rathauses. Plätze für Zuschauer und Zuhörer sind vorhanden, denn auch den Vertretern des Bürgerbegehrens soll Gelegenheit gegeben werden, das Bürgerbegehren Bestattungswald in der Sitzung zu erläutern.

Stimmt die Mehrheit der anwesenden Stadtverordneten dem Bürgerbegehren zu, dann erhält Olpe einen Bestattungswald und die Olper Bürgerinnen und Bürger, die gern unter einem Baum bestattet werden möchten, müssen somit nicht mehr ihre Heimatstadt Olpe verlassen. „Und das wäre eine äußerst bürgernahe Entscheidung“, so Peter Kühn in einem Schreiben der Bestattungswald-Befürworter.

Überwiegen bei der Abstimmung jedoch die Gegenstimmen und dem Bürgerbegehren wird nicht entsprochen, muss innerhalb eines Vierteljahres ein Bürgerentscheid durchgeführt werden. Die Stadtverwaltung hat als Termin bereits den 30. Januar 2011 vorgeschlagen. Stimmabgaben in einem Wahllokal sind dabei nicht möglich. Nur Briefwahl ist erlaubt.

Nachdem das Sprecherteam „Bürgerbegehren Bestattungswald“ das Bürgerbegehren mit den Unterschriften beim Olper Bürgermeister abgegeben hatte, haben sie sich allen im Rat der Stadt Olpe vertretenen Fraktionen angeboten, mit ihnen das Für und Wider eines Bestattungswaldes in Olpe zu erörtern. Das sensible Thema Baumbestattungen in Olpe sollte, wenn eben möglich, Befürworter in allen Fraktionen finden. „Dabei hat sich herausgestellt, dass auch in den Fraktionen CDU und FDP keine grundsätzlichen Abneigungen gegen Baumbestattungen bestehen. Unseres Erachtens nach ließen sich ihre Bedenken durchaus beseitigen. Sie dürften jedenfalls nicht dazu führen, einen Bestattungswald in Olpe auf Dauer zu verhindern“, so Kühn weiter.

Der Beschluss vom 30. Juli 2010 laute nämlich: „Flächen für Baumbestattungen bzw. ein Bestattungswald werden von der Kreisstadt Olpe nicht angeboten.“ Das bedeutet das Aus für Baumbestattungen.

„Hoffen wir auf eine bürgerfreundliche Entscheidung. 2644 geprüfte Befürworter, das entspricht 13,11 Prozent der wahlberechtigten Olper Bürger, dürfen nicht vor den Kopf gestoßen werden.“, schließt Peter Kühn für das Bürgerbegehren Bestattungswald sein Schreiben.

Redaktion Olpe

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