Bestattungswald: Der Bürger hat das Wort
05.11.2010 | 09:58 Uhr 2010-11-05T09:58:00+0100Olpe.Denn mit der Ablehnung des Bürgerbegehrens, das bekanntlich einen Bestattungswald beim Friedhof in Sondern durchsetzen will, muss der „Bürgerentscheid“ folgen, der am Sonntag, 30. Januar 2011 stattfinden wird.
Obwohl im Vorfeld der gestrigen Stadtratssitzung bereits alle Argumente „pro und con-tra“ den kommunalen Friedwald ausgetauscht worden waren (wir berichteten mehrfach), nutzten die Vertreter des Begehrens, Peter Kühn, Wolf Heller und Karl Caumanns, aber auch alle Fraktionen die Gelegenheit vor etwa 50 interessierten Zuhörern, noch einmal engagiert für ihre Position zu werben.
Peter Kühn versicherte zunächst, dass man seitens der Bürgerinitiative das Thema stets sensibel behandelt habe und dies auch weiterhin tun wolle. Deshalb habe man beispielsweise darauf verzichtet, mit Transparenten im Saal Stimmung zu machen. Eigentlich, so Kühn, habe man zu Beginn der Diskussion über den Bestattungswald auf Einigkeit gehofft, doch mit dem negativen Beschluss durch die Mehrheitsfraktion CDU am 30. Juni „blieb uns nichts anderes übrig.“ Die Resonanz auf das Thema sei in der Bürgerschaft sehr groß gewesen, so dass es keine Mühe gekostet habe, die 2644 Unterschriften zu bekommen. Diese große Zahl von Bestattungswald-Befürwortern solle man jetzt nicht vor den Kopf stoßen. Ähnlich argumentierte auch Volker Reichel (SPD), der meinte, man dürfe den Wunsch so vieler Bürger nicht einfach beiseite schieben.
Klaus Klapheck verteidigte die CDU-Marschrichtung, dem Bürger jetzt die Entscheidung zu überlassen. 2644 Unterschriften seien 13 Prozent der Wahlberechtigten. Das deute zumindest nicht zwingend auf eine derartige Begeisterung in der Olper Bevölkerung hin, dass man an einem Bestattungswald gar nicht vorbeigehen dürfe.
Weiterer Bericht folgt
17:10
Viel Spaß! Was das alles bringt sehe ich beim Thema Freibad...