Auslaufmodell Pestalozzischule
03.02.2012 | 15:52 Uhr 2012-02-03T15:52:00+0100
Olpe.Nicht nur die Realschule Olpe-Drolshagen ist ein Auslaufmodell, auch die Pestalozzi-Förderschule wird mittelfristig wohl nicht zu erhalten sein: Das geht aus einer Stellungnahme des Pestalozzi-Schulleiters Lothar Epe hervor, gleichzeitig stellv. Bürgermeister und CDU-Ratsherr.
Epe hatte die Stellungnahme auf Anforderung an die Stadtverwaltung Olpe geschrieben - mit Blick auf den künftigen Schulentwicklungsplan. Fazit: Durch die fortschreitende Inklusion nehme die Schülerzahl der Pestalozzischule derart ab, dass ihre Existenz langfristig sinnlos werde. Epe wörtlich: „Die Sonderpädagogik befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel: Aufgrund eines unbeschränkten Wahl- und Entscheidungsrechtes der Eltern verbleiben mehr und mehr Kinder und Jugendliche mit schwerwiegenden, umfangreichen und langwierigen Lern- und Entwicklungsstörungen in den allgemeinen Schulen.“ Dies führe zu einem schnellen und starken Rückgang der Schülerzahlen an seiner Schule. Und das weitaus stärker, als bisher vorausgesehen. So rechne die Schulkonferenz der Pestalozzischule damit, dass die Zahl von derzeit 117 schon in fünf Jahren auf 24 schrumpfe.
Bereits 2014/15 würde mit 64 Schülern die Grenze unterschritten, die für einen ordnungsgemäßen Schulbetrieb notwendig sei. Heißt im Klartext: Die Tage der Pestallozzischule sind gezählt.
Davor verschließt auch die Stadtverwaltung nicht die Augen, wie Beigeordneter Peter Wurm auf Anfrage bestätigte: „Wir haben in der Verwaltung eine Projektgruppe gegründet, die sich speziell mit der Zukunft frei werdender Schulgebäude beschäftigen wird.“
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