Zweiter Versuch für die Linie-4-Strecke
09.10.2008 | 20:37 Uhr 2008-10-09T20:37:07+0200NAHVERKEHR. Vor acht Jahren verhinderten Anwohner die Pläne. Jetzt werden sie wieder aktiv.
MOERS. Der Ärger scheint programmiert. Das Nahverkehrsunternehmen Niag plant in Eick-Ost eine neue Streckenführung für die Buslinie 4 (wir berichteten). Das hat es schon vor acht Jahren gegeben. Und damals hatte sich sofort eine Front von den Anwohnern der Dessauerstraße gegen die neue Strecke und die Haltestellen gebildet.
Mit den Begründungen: unzumutbare Schadstoffemission, erhebliche Lärmbelästigung, gesundheitliche Schäden, Gefährdung von Passanten und Kindern, Wegfall von Parkplätzen, Wertverlust der Häuser, Auswirkung auf die teilweise von Bergschäden betroffene Bausubstanz und Beeinträchtigung der Lebensqualität hatten die Anwohner damals Erfolg.
114 Unterschriften hatten Petra Tambakis, Bewohnerin an der Dessauerstraße, vor deren Haus eine Haltestelle eingerichtet worden war, und ihre Mitstreiter gesammelt. 2000 reichte das, die gerade installierten Haltestellen wurden wieder demontiert.
Die Meldung, die Niag plant erneut, die Streckenführung zu ändern, rief Petra Tambakis wieder auf den Plan. Sie erinnerte daran, dass der entsprechende Bürgerantrag vor acht Jahren Erfolg hatte. "Auch diesmal werden wir keine Buslinie über die Orsoyer Allee, Dessauerstraße zulassen", versichert sie.
Bislang sei es überhaupt fraglich, wie die neue Streckenführung aussehen wird, versichert Niag-Sprecherin Anja Dahmen. "Wir stimmen uns immer erst mit den Städten ab. Doch wir hoffen, dass wir bald planen und vor allem den Senioren dann einen besseren Service bieten können."
Einkaufsbus wurde eingestellt
Hintergrund sei auch die Anbindung nach Utfort, die es bislang nicht gibt. Die Linie 4 fährt bislang die Strecke Hebbel-, Schiller-, Herder- und Römerstraße. Kurzum: Über die Römerstraße an Utfort vorbei.
Das bemängelt auch SPD-Ratsherr Erich Kallmann. Er setzt sich dafür ein, dass Eick und Utfort per Bus besser verbunden werden. Gerade vor dem Hintergrund, dass der privatfinanzierte Einkaufsbus vorerst eingestellt worden ist. Da könne die neue Strecke der Linie 4 Abhilfe schaffen. (zak)
16:01
In den letzten Jahren hat sich keiner beschwert!
Da waren diese Menschen Juenger Mobiler
Und einmal kommt die Zeit ,da fahren einen die (ENKEL ) nicht immer,weilse selbst Familie haben .
Der Ansatz andere Streckenfuehrung durch Gebiete mit Vielen Wohnungen ist seit langem ,eine Positive Meldung von ueber die Niag .
Frau Tambaskis wird irgenwann mal froh sein ,dass die 4 an Ihrer Huette vorbei faehrt .
Gruss ausse Kolonie (Da faehrt kein Bus durch )( schade )
Koloniejunge
16:38
An Eick Ost.
Das sind doch Überlegungen des
Unternehmens NIAG.
Mehr Sachlichkeit (schwachsinnig) wäre wünschenwert.
13:27
Ich finde die Idee total schwachsinnig. In den ganzen letzten Jahren hat sich keiner beschwert und jeder ist mit der derzeitigen Situation zufrieden. warum sollte man was ändern, wenn alles in Ordnung ist?!
Die Stadt sollte sich mal über wichtigere Sachen kümmern, wie z.b. die Innnenstadt. die vielen Ramschläden machen die Stadt total kaputt.
20:38
Das hört sich stark danach an, dass jemand meint, den älteren Fahrgästen vorschreiben zu müssen was sie zu tun oder zu lassen haben.
Statt konstruktiv mit beabsichtigten Veränderungen umzugehen (Einsatz moderner NIAG-Busse, platzsparendes Haltestellenkap, Straße
sanieren, Markierungen für den ruhenden Verkehr) wird jeder Denkansatz niedergemacht. Hauptsache alles bleibt unverändert vor der eigenen Tür.
Sicherlich sollten die Bewohner (Befürworter und Gegner) vor Ort in die Planungen eingebunden werden. Es wäre doch überlegenswert, mit den
Betroffenen eine Testfahrt mit einem Bus durchzuführen.
Sicherlich würde die NIAG die Veränderung Rückgängig machen, wenn sie nicht angenommen würde (Testphase 6-12 Monate).
Es wäre schön, wenn sich auch Befürworter bei der Stadt bzw. der NIAG melden würden. Es kann nicht sein, dass Politker automatisch denen Recht gibt, die am lautesten schreien.
Nebenbei bemerkt: Ich wohne seit über 10 Jahren an der Essenberger Straße und bin über die gute Busanbindung froh.
17:27
Das is doch mal ne tolle Argumentation. Ich gebe zu bedenken, dass Eick Ost gerade dem einzigen Geldautomaten beraubt wurde. Wie sollte dass denn den alten Leuten helfen? Sollen die beim Bäcker und Friseur nun mit ihrer Karte zahlen?
Das ist alles sehr fadenscheinig, denn man könnte die Linie wie gehabt belassen, da Einkaufmöglichkeiten in Eick West, sowie am Rheinkamper Ring bestehen (Edeka ... und auch Geldautomaten).
Nach Utford können die Damen und Herren ja dann mit der Linie 911 fahren (wo es auch nur einen Edeka gibt) ... so viel Zeit muss sein, denn es ist fraglich wie sozial die SPD in dieser hinsicht denkt, da sich keine wirkliche Verbesserung der Situation ergibt, sondern eher eine Verschlechterung, da weder die Orsoyer-Alle noch die Dessauerstraße für solche Lasten ausgebaut sind. Als damals probeweise diese Linie fuhr wackelten sogar bei Hinterlandbebauung die Gläser in den Schränken!
Weiterhin ist zu bedenken, dass auf der Dessauerstraße so viele Wohnparteien Leben dass der Platz auf der Straße einfach benötigt wird und die Kurven der Schillerstraße (Dessauerstraße wird in einer Kurve zur Schillerstraße) so unübersichtlich und beparkt sind, dass man dort kaum mit dem normalen PKW entlang fahren kann.
Ich bitte daher, die SPD, mal am richtigen Ende sozial zu denken und nicht nur aus Bequemlichkeit! (bzgl. Pflege der Spielplätze, Lehrmittel ...)
Ich denke, dass sich die Interessengemeinschaft wieder zusammenschließen wird und gegen diese völlig unsinnigen Pläne vorgehen wird.
Zur Not mit Schadensersatzforderungen.
Lasst euch so einen Unsinn nicht gefallen!!