Zwei neue Windräder entstehen am Waldrand
02.06.2010 | 19:04 Uhr 2010-06-02T19:04:00+0200
Neukirchen-Vluyn.Zwei Windräder werden augenblicklich am Spickerbruchweg in Vluynbusch gleich hinter dem Ortsteil Rayen gebaut. Direkt am Waldrand in schönster Landschaft werden die Anlagen errichtet. Beide Räder sind vom Boden bis zur Rotorblatt-Spitze 99 Meter hoch.
Die Kommunen mussten vor einigen Jahren bekanntlich per Gesetz bestimmte Flächen für den Bau von Windkraftanlagen ausweisen, um zu vermeiden, dass die großen Räder überall auf Stadtgebiet gebaut würden. Eine der Vorrangflächen war auch jene am Spickerbruchweg. Ralf Eccarius, Erster und Technischer Beigeordneter der Stadt: „Weil es sich um mehr als ein Windrad handelt, war der Kreis Wesel für die Genehmigung zuständig, und man hat offensichtlich grünes Licht gegeben.“
Die Stadt Neukirchen-Vluyn habe allerdings dafür gesorgt, dass die für den Bau Verantwortlichen Schäden, die möglicherweise am Spickerbruchweg entstehen, wieder reparieren müsse, bekundet der Beigeordnete.
Wer Investor der beiden Anlagen ist, wollte man beim Kreis Wesel wegen Datenschutz nicht bekannt geben. RheinEnergie, der Kölner Versorger, ist allerdings auf den Baustelle vor Ort zu lesen.
17:18
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12:58
Das sind bestimmt doofe Vögel, die legen ja auch Landeier. Also alle Wälder abholzen und wir haben erst mal Brennmaterial und die Vögel können sich auch nicht mehr den Kopf stoßen. Welcher Vogel ist so doof und fliegt in ein Windrad. Ist ja keine Turbine wie beim Flugzeug, die sich bewegt und einen Sog verursacht. Aber Pfui legt die Themen ja so aus wie er am meisten Gegenreaktionen verursacht.
10:39
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10:33
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07:59
@pfui:
Schon Anfang der 1980er Jahre wurde bei der deutschen Versuchsanlage GROWIAN darüber diskutiert, ob vermehrt Vögel an schnell rotierenden Flügeln zu Schaden kommen könnten. Zum Ausmaß dieser Fälle von Vogelschlag gibt es inzwischen kontroverse Untersuchungen. Nach einer Studie des NABU von 2005 sterben in Deutschland jährlich etwa eintausend Vögel durch Kollision mit einer WKA, was ca. 0,5 Vögeln pro Anlage und Jahr entspricht. Dem gegenüber stehen etwa fünf bis zehn Millionen getöteter Vögel durch Straßenverkehr und Stromleitungen. Der NABU hatte 127 internationale Studien ausgewertet und kam zum Schluss, dass die meisten in Deutschland vorkommenden Vogelarten nicht gefährdet seien. Allerdings bestehe eine Problematik im Hinblick auf den Rotmilan und den Seeadler.
Seit einigen Jahren ist auch bekannt, dass Fledermäuse an Windkraftanlagen verunglücken können. Zunächst wurde dieses Phänomen in den USA sowie in Australien beobachtet. Inzwischen laufen auch in Europa eine Reihe von Untersuchungen, die versuchen, Umfang und Hintergründe zu beleuchten. In Deutschland sind bislang 13 Fledermausarten (Stand November 2005) an den Anlagen verunglückt, jedoch fehlen verlässliche Zählungen. Es häufen sich die Kollisionen während der Zugzeit im August und September. Betroffen sind vor allem Arten, die im freien Luftraum jagen oder über große Strecken ziehen, wie der Große Abendsegler, die Breitflügelfledermaus, der Kleine Abendsegler oder die Zweifarbfledermaus. Einige Standorte, z. B. im Wald oder in dessen Nähe, sind besonders schlagträchtig. Auch bestimmte Witterungsbedingungen – Temperatur, Windgeschwindigkeit – begünstigen den Fledermausschlag. Fledermäuse sind in Deutschland nach dem Bundesnaturschutzgesetz „streng geschützte“ Tiere. Um Kollisionen mit Fledermäusen zu vermeiden, können verschiedene Strategien verfolgt werden. Dazu zählen der Verzicht auf besonders gefahrenträchtige Standorte oder auch das Abschalten der Anlagen zu bestimmten Jahreszeiten oder Witterungsbedingungen (Windgeschwindigkeiten). Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Fledermausaktivität vor Ort und ihre Wechselwirkung mit WKA bekannt ist. Untersuchungen ergaben mittlerweile, dass kein direkter Kontakt zwischen Fledermaus und Windkraftanlage als Todesursache notwendig ist, sondern die Tiere ein Barotrauma erleiden. Dieses Platzen der Lungen wird durch Druckunterschiede in der Nähe der Anlagen ausgelöst.
Die niedrigeren Umdrehungsraten neuerer Anlagen kommen auch fliegenden Tieren zugute, da hier die Bewegungen für die Tiere besser kalkulierbar sind.
Fazit: Argument ist genauso zu vernachlässigen wie Sie.
23:36
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13:54
@Pfui
So wie ich bei Ihnen rauslese, sind Sie gegen Windräder: Zum einen mögen Sie keinen Spargel in der Landschaft ;-) aber zum anderen argumentieren Sie, dass diese Windräder unter Umständen Vögel gefährlich sein könnten. Die Ästetik ist das eine - aber Turbinen in der Strömung eines Flusses / eines Meeres kommt den dortigen Lebewesen genauso gefährlich. Zum einen die Turbinen selbst - zum anderen wird die Strömung verändert - was das gesamte Umfeld von eigen Wasserlebesen stark verändert - Folgeschäden überhaupt nicht abzuschätzen.
Ich will mich hier NICHT gegen die Wasserkraft, z.B. gegen Turbinenkraftwerke die die Strömung ausnutzen ausprechen.
Aber die Argumentation gegen die Windräder (Gefährlichkeit für Vögel) gilt im ERHÖHTEM Maße für die Turbinen.
23:45
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15:43
Wenn man die bis zur Vegetationshöhe des Umlands in Grüntönen streicht und oberhalb Bläulich sieht man die dinger kaum noch.
12:46
@ 4: Ganz genau. Immer dagegen bzw. Die da Oben sind Schuld.