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Zöpfeflechten liegt in Neukirchen-Vluyn voll im Trend

23.02.2016 | 10:00 Uhr
Zöpfeflechten liegt in Neukirchen-Vluyn voll im Trend
Bauernzopf, Herzzopf oder Schnecke: Friseurin Marina Brunken kennt jede Flechttechnik und gibt ihr Wissen gerne an die Mütter (und einen Vater!) im evangelischen Familienzentrum weiter.Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.   Im ev. Familienzentrum bot Friseurin Marina Brunken einen Schnellkurs für das kreative Haareflechten an. 15 Mädchen genossen die Verwandlung ihres Haupthaars sichtlich und hielten ihre Eltern zum Aufpassen an: schließlich sollen die Mütter und Väter die Kunstwerke demnächst auch zu Hause nachflechten.

Etwa 15 kleine Prinzessinnen hatten jetzt ihre Mütter mit ins ev. Familienzentrum Lindenstraße gebracht, um sich – vor allem aber die Mütter – in der hohen Kunst des Haare flechtens zu schulen. Da wurde unter Anleitung von Friseurin Marina Brunken vom Salon Schnitt-Kunst in Vluyn so manche Strähne gezogen, gezuppelt und gezwirbelt. Wer schön sein wollte, musste eben leiden.

Und schön sein wollten sie schließlich alle, ob nun die dreijährige Maya – die sogar ihren Vater mitgebracht hatte, der sich dann gar nicht so ungeschickt anstellte, bis hin zur 13-jährigen Dilane, die mit den Talenten ihrer Mutter Ferhan Öztürk am Ende doch noch sehr zufrieden war.

Immer zuerst mit Öl

Erstes Geheimnis, das die Fachfrau verrät: „Die Haare immer zuerst mit etwas Öl einreiben. Dann kann man besser flechten.“ Und dann zeigt sie, was sie ‘drauf hat, die Finger fliegen, nach und nach kommen die Kinder an die Reihe, die Mütter schauen lernbegierig zu. Da bekommt Nina (7) einen Herzzopf, der eigentlich aus zwei hübschen Zöpfen um den Kopf herum besteht, restliches Haar hinten darf gern wallen. Auch den Romy-Schneider-Zopf oder einen Schneckenzopf demonstriert sie ohne Probleme. Lediglich beim Zopf, der aus fünf Strähnen geflochten wird und am Ende besonders kunstvoll aussieht, muss eine Mutter assistieren.

Die fantasievollen Frisuren, die entstehen, sind mit Großmutters alten Zöpfen nicht zu vergleichen. „Sie müssen heute vor allem möglichst ausgefallen sein“, weiß Marina Blumke. Zöpfe seien auch keineswegs altbacken: „Flechtfrisuren liegen voll im Trend. Gerade vor dem Oktoberfest haben wir mit dem Flechten alle Hände voll zu tun, um die Frauen fürs Event zu stylen.“ Die Technik sei speziell und falle einem nicht so einfach zu. Sie selbst habe eigens einen Kurs dafür absolviert.

Ums Styling geht es auch den Kursteilnehmern: „Die Mädchen finden es toll, ihr langes Haar zu flechten“, berichtet Cornelia Keesen, die mit Nina (7) da ist. Nach einigem Abgucken und Probieren hat sie einen schönen Herzzopf zustandegebracht, der auch die Tochter begeistert. Ganz nebenbei, meint eine Mutter, sei das geflochtene lange Haar ja auch im Alltag viel praktischer für die Mädchen.

Selbst Tim Rütters staunt, wie die Friseurin seiner kleinen Maya (3) vier kleine lustige Zöpfchen macht, und er übt auch gleich ‘mal. Sophia (9) und Sonja van den Hoogen aus Rheinberg sind ganz begeistert: „Das hier ist ein richtig schöner Familiennachmittag.“

Die Idee für den Kurs habe eine Mutter gehabt, sagt Erzieherin Annette Lamers. Man greife gern Anregungen auf. „Wenn es Bedarf gibt, können wir den Flechtkurs noch einmal wiederholen“, sagt sie.

Klara Helmes

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2016-02-23 10:00
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