Zirkus in Not ist gerettet

Neukirchen-Vluyn.. Das war am Mittwoch der dreifache Bürger: Die Bürgerstiftung hilft dem in Not geratenen Zirkus Zaballo, Bürgermeister Harald Lenßen sorgt für die nötige amtliche Unterstützung, und Joachim Bürger sorgt mit seinem Gelände an der alten Mühle in der Dong dafür, dass der Zirkus jetzt ein Winterquartier mit Wasser- und Stromanschluss hat.

Der Gastgeber freute sich beim Umzugstermin über „den ersten vernünftigen Bürokraten. Jemand vom Kreis Wesel sagte beim Besichtigungstermin: Es gibt Wichtigeres zu tun, als nachzugucken, ob ein Zebra in den Wald scheißt“.

Der Zirkus war von
Räumung bedroht

Die 15 Menschen, darunter vier Kinder teils im Säuglingsalter, des Zirkus, der seit 1993 existiert, sind sehr glücklich darüber, vom bisherigen Standort RAG-Parkplatz am Bendschenweg wegzukommen. Dort durften sie nicht stehen, der Eigentümer hatte mit Räumung gedroht. Die Stadt konnte keinen passenden Ausweichplatz anbieten. Dann kam Joachim Bürger ins Spiel. Zirkuseigentümerin Carmen Gaselowsky: „Wir sind sehr froh über diese Lösung.“

Auch Lenßen zeigte sich sehr angetan über die Geschwindigkeit, mit der dieser neue Winterstellplatz für den Zirkus gefunden wurde. „Innerhalb einer Viertelstunde hatten wir grünes Licht von der Bauaufsicht bekommen. Ich bin sehr froh, dass wir so kurzfristig eine Ausweichmöglichkeit hatten.“

Selbst an die Sicherheit der Tiere (der Zirkus hat vier Gänse) wurde gedacht. Bürger: „Füchse gibt es hier nicht.“ Und Petra Blask von der Bürgerstiftung freute sich über die neue Unterkunft: „Das ist doch eine ganz tolle Geschichte kurz vor Weihnachten.“